BIORAB Weimar

Personendaten

Zur Person
Name: Franz von PAPEN kein Bild online
Geschlecht: m
Geboren: 29.10.1879
in: Werl
Gestorben: 2.5.1969
in: Obersasbach
Religion: kath.
Bildungsstand: Kein Tondokument online
Erlernter Beruf: FAEHNRICH
Vaterberuf: GUTSBES KAVALLERIEOFF

Familienstand
lfd. No. Stand Jahr  
1 verh. 1905  

Ausbildung und politische Karriere

Ausbildungsgang
Abfolge Ausbildung Ort von bis
1 Kadettenkorps Bensberg (Krs. Mülheim a.Rh., Prov. Rheinland) 1891 1895
2 Kadettenkorps Berlin 1895 1897
3 Kavallerierschule Hannover 1902 1904
4 Kriegsakademie Berlin 1907 1911
5 Elementar-und Rektoratsschule Werl 1891

Mitglied des Reichstags
von bis Wahlkreis Leg.-Per. Dauer der Leg.-Per.
3/1933 11/1933 24 3/1933 - 6/1933

Mitglied eines Landtags
von bis Landtag Fraktion.
1920 1928 Preußen Zentrum
1930 1932 Preußen Zentrum

  • Kein Mitglied des Deutschen Bundestages

  • kein Mitglied eines Landtages nach 1945

  • Kein Mitglied der Volkskammer der DDR

Verbleib nach 1945
von bis Ort Bemerkung
1945 in Haft in mehreren Internierungslagern;
Okt. 1946 Freispruch durch den Alliierten Militärgerichtshof in Nürnberg vom Vorwurf der Verschwörung zur Kriegsvorbereitung;
Febr. 1947 Verurteilung zu 8 Jahren Arbeitslager, 5 Jahren Berufsverbot, Verlust aller Pensionsansprüche und der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit durch die Spruchkammer Nürnberg;
Jan. 1949 Einstufung als Belasteter und Einzug von DM 30000 Vermögen durch die Berufungskammer Nürnberg;
1949 Entlassung aus der Haft;
bis 1953 wohnhaft in Benzenhofen (b. Ravensburg);
1953 bis zu seinem Tode wohnhaft in Obersasbach;
Vf. zweier politischer Autobiographien ("Der Wahrheit eine Gasse", 1952;
"Vom Scheitern einer Demokratie", 1968).

Lebenslauf

Werdegang
Geboren 1879 (29.10.) Werl (Krs. Soest, Prov. Westfalen); gestorben 1969 ( 2. 5.) Obersasbach (Baden); Sohn eines Kavallerieroffiziers (später Gutsbesitzer); kath.; bis 1891 Elementar-und Rektoratsschule in Werl; 1891-1895 Kadettenkorps in Bensberg (Krs. Mülheim a.Rh., Prov. Rheinland), 1895-1897 in Berlin; 1897-1898 Fähnrich in Berlin; 1902-1904 Kavallerierschule in Hannover; 1907-1911 Kriegsakademie in Berlin; verh. (1905). März 1898-1919 Berufssoldat: März 1898-1902 und 1904-1907 Leutnant im 5.Ulanen-Regiment in Düsseldorf; Dez. 1908 Oberleutnant; März 1913 Hauptmann; März 1913-1914 Hauptmann im Großen Generalstab; 1914-Herbst 1915 Militär-Attach/e an der deutschen Botschaft in Washington und zugleich an der Gesandtschaft in Mexiko (Ausweisung wegen Verwicklung in deutsche Spionage-und Sabotagetätigkeit in den USA Herbst 1915-Sommer 1916 Bataillonskommandeur im Reserve-Infanterier-Regiment Nr.93; Sommer 1916-Juni 1917 Generalstabsoffizier bei der 4.Garde-Infanterie-Division in Frankreich; Sept. 1917 Major; Juni 1917-1918 Chef der Organisationsabt. einer Heeresgruppe in der Türkei; 1918 Oberstleutnant und Chef des Stabes der 4.Osmanischen Armee in Palästina; 1919-1929 Bewirtschaftung eines Guts bei Dülmen (Krs. Coesfeld, Prov. Westf.), seit 1929 eines Guts in Wallerfangen (Krs. Saarlouis); 1921-Juni 1932 Zentrum; Juni-Nov. 1932 Reichskanzler (Rücktritt mit dem Kabinett); Juni 1932 Aufhebung des (von H.Brüning verhängten) SA-und SS-Verbots; Juli 1932 nach dem "Altonaer Blutsonntag" Absetzung der preußischen Regierung O.Braun (SPD); Juli-Dez. 1932 Reichskommissar in Preußen; Vorstandsmitglied des Westfälischen Bauernvereins; 1925-1932 Aufsichtsratsvorsitzender des Zentrums-Organs "Germania"; 1929 Mitbegründer der Gesellschaft zur Erhaltung abendländischer Kultur; Mitglied im Herrenklub Berlin. Jan. -April 1933 erneut Reichskommissar in Preußen; Jan. 1933-Juli 1934 stellvertr. Reichskanzler; Juli 1933 Hauptunterhändler bei der Verhandlung des Reichskonkordats; seit Nov. 1933 Saarbevollmächtigter der Reichsregierung; Juni 1934 regimekritische Rede in Marburg a.d. Lahn; Juli 1934-Juli 1936 außerord. Gesandter und bevollmächtigter Minister in besonderer Mission, Juli 1936-Febr. 1938 außerord. Botschafter in Wien; April 1939-1944 Botschafter in Ankara; 1944-April 1945 erneut wohnhaft auf seinem Gut in Wallerfangen; Mitglied der Akademie für deutsches Recht; Ehrenbürger der Städte Dülmen, Merfeld, Olpe und Werl; April 1945 Verhaftung durch US-Truppen. 1945 in Haft in mehreren Internierungslagern; Okt. 1946 Freispruch durch den Alliierten Militärgerichtshof in Nürnberg vom Vorwurf der Verschwörung zur Kriegsvorbereitung; Febr. 1947 Verurteilung zu 8 Jahren Arbeitslager, 5 Jahren Berufsverbot, Verlust aller Pensionsansprüche und der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit durch die Spruchkammer Nürnberg; Jan. 1949 Einstufung als Belasteter und Einzug von DM 30000 Vermögen durch die Berufungskammer Nürnberg; 1949 Entlassung aus der Haft; bis 1953 wohnhaft in Benzenhofen (b. Ravensburg); 1953 bis zu seinem Tode wohnhaft in Obersasbach; Vf. zweier politischer Autobiographien ("Der Wahrheit eine Gasse", 1952; "Vom Scheitern einer Demokratie", 1968). MdR: März 1933-Nov. 1933 Reichswahlvorschlag => DNVP (Hospitant); Nov. 1933-Mai 1945 Reichswahlvorschlag => NSDAP (Hospitant). MdL 1920-1928 Preußen => Zentrum; 1930-1932 Preußen => Zentrum.



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