Personendaten
Zur Person
| Name: |
Baldur von SCHIRACH |
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| Geschlecht: |
m |
| Geboren: |
9.5.1907 |
| in: |
Berlin |
| Gestorben: |
8.8.1974 |
| in: |
Kröv a.d. Mosel |
| Religion: |
ev. |
| Bildungsstand: |
|
Kein Tondokument online |
| Erlernter Beruf: |
SCHRIFTLEITER NS ZTG |
| Vaterberuf: |
OBERLEUTNANT GENERALINTENDANT WEIMA |
Familienstand
| lfd. No. |
Stand |
Jahr |
|
| 1 |
verh. |
1932 |
|
| 2 |
gesch. |
1950 |
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Ausbildung und politische Karriere
Ausbildungsgang
| Abfolge |
Ausbildung |
Ort |
von |
bis |
| 1 |
Landerziehungsheim b. Bad Berka |
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| 2 |
Studium (Germanistik, Kunstgeschichte, Anglistik) |
München |
1927 |
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Mitglied des Reichstags
| von |
bis |
Wahlkreis |
Leg.-Per. |
Dauer der Leg.-Per. |
| 7/1932 |
11/1932 |
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22 |
7/1932 - 11/1932 |
| 11/1932 |
3/1933 |
|
23 |
11/1932 - 3/1933 |
| 3/1933 |
11/1933 |
|
24 |
3/1933 - 6/1933 |
- Kein Mitglied des Deutschen Bundestages
- kein Mitglied eines Landtages nach 1945
- Kein Mitglied der Volkskammer der DDR
Verbleib nach 1945
| von |
bis |
Ort |
Bemerkung |
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1945 Verhaftung durch alliierte Truppen an der Schweizer Grenze (Telegraf-Archiv) oder freiwillige Übergabe (Höffkes); |
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Okt. 1946 Verurteilung zu 20 Jahren Gefängnis durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit (insbes. Verantwortung für die Deportationder Wiener Jude |
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1946-Okt. 1966 in Haft im Militärgefängnis Berlin-Spandau; |
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Juni 1949 Einstufung als Hauptschuldiger und Verurteilung zu 10 Jahren Arbeitslager sowie Einziehung des nach 1933 erworbenen Vermögens durch die Spruchkammer München; |
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nach der Haftentlassung wohnhaft in Südwestdeutschland; |
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Vf. einer politischen Autobiographie ("Ich glaubte an Hitler", 1967). |
Lebenslauf
Werdegang| Geboren 1907 ( 9. 5.) Berlin; gestorben 1974 ( 8. 8.) Kröv a.d. Mosel; Sohn eines Garderittmeisters (später Kammerherr und Generalintendant); ev.; Landerziehungsheim b. Bad Berka; bis 1927 Realgymnasium in Weimar; seit 1927 Studium (Germanistik, Kunstgeschichte, Anglistik) in München (NSDStB); verh. (1932); gesch. (1950). Seit 1924 in der völkischen Jugendbewegung aktiv; Aug. 1925 NSDAP; 1927 SA; Führer der NSDStB-Hochschulgruppe München; SA-Truppführer; Redakteur verschiedener NS-Zeitungen; Juli 1928-1932 NSDStB-Reichsführer; seit Juli 1928 NSDAP-Reichsleiter; Dez. 1928 Mitbegründer des Kampfbunds für deutsche Kultur; Juli 1931 vorübergehend in Haft wegen einer trotz Verbots an der Universität Köln gehaltenen Rede gegen den Versailler Vertrag (anschließend Flucht nach Tirol); Okt. 1931-Juni 1933 Reichsjugendführer der NSDAP; Mai 1932-<1944> NSDAP-Reichsleiter für Jugenderziehung; <1932-1933> Hrsg. mehrerer NS-Jugendzeitschriften. April 1933 Organisator der Gleichschaltung sämtlicher Jugendverbände und des Reichsverbands deutscher Jugendherbergen; Juni 1933-Juni 1940 Jugendführer des Deutschen Reiches (Rücktritt); seit Dez. 1936 Rang eines Reichsministers; Nov. 1937 SA-Gruppenführer; April 1940 Kriegsteilnehmer (Leutnant); Aug. 1940-1945 Gauleiter des NSDAP-Gaues Wien und Reichsstatthalter in Wien; Aug. 1940-<1943> Präsident der Südosteuropa-Gesellschaft in Wien; seit Sept. 1940 beauftragt mit Aufbau und Durchführung der erweiterten Kinderlandverschickung; seit 1940 Präsident der Bibliophilen Gesellschaft; 1941 SA-Obergruppenführer z.b.V.; seit Nov. 1942 Reichsverteidigungskommissar für den Wehrkreis XVII (Wien); <1942-1944> Mitglied des Reichskultursenats; <1942-1944> Mitglied der Akademie für deutsches Recht; <1942-1944> Mitglied des Reichsbauernrats; <1942-1944> Mitglied der Reichsarbeitskammer; April 1945 Flucht aus Wien; Mai 1945 unter dem Namen Richard Falk als Schriftsteller wohnhaft in Schwaz b. Innsbruck; Vf. mehrerer politischer Schriften (u.a. "Die Hitlerjugend", 1934) sowie mehrerer Gedichte und Lieder. 1945 Verhaftung durch alliierte Truppen an der Schweizer Grenze (Telegraf-Archiv) oder freiwillige Übergabe (Höffkes); Okt. 1946 Verurteilung zu 20 Jahren Gefängnis durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit (insbes. Verantwortung für die Deportationder Wiener Jude 1946-Okt. 1966 in Haft im Militärgefängnis Berlin-Spandau; Juni 1949 Einstufung als Hauptschuldiger und Verurteilung zu 10 Jahren Arbeitslager sowie Einziehung des nach 1933 erworbenen Vermögens durch die Spruchkammer München; nach der Haftentlassung wohnhaft in Südwestdeutschland; Vf. einer politischen Autobiographie ("Ich glaubte an Hitler", 1967). MdR: Juli 1932-Nov. 1933 Reichswahlvorschlag => NSDAP; Nov. 1933-März 1936 WK 7 (Breslau) => NSDAP; März 1936-Mai 1945 WK 6 (Pommern) => NSDAP. |
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