BIORAB Weimar

Personendaten

Zur Person
Name: Julius STREICHER kein Bild online
Geschlecht: m
Geboren: 12.2.1885
in: Fleinhausen
Gestorben: 16.10.1946
in: Nürnberg
Religion: kath.
Bildungsstand: Kein Tondokument online
Erlernter Beruf: AUSHILFSLEHRER
Vaterberuf: VOLKSSCHULLEHRER

Familienstand
lfd. No. Stand Jahr  
1 verh. 1.Ehe 1913  
2 verh. 2.Ehe 1945  

Ausbildung und politische Karriere

Ausbildungsgang
Abfolge Ausbildung Ort von bis
1 Volksschule
2 Präparandenschule 1901
3 kath. Lehrerseminar Lauingen (BA Dillingen, Bayern) 1901 1903
4 Lehrerprüfung 1907

Mitglied des Reichstags
von bis Wahlkreis Leg.-Per. Dauer der Leg.-Per.
7/1932 11/1932 22 7/1932 - 11/1932
11/1932 3/1933 23 11/1932 - 3/1933
3/1933 5/1945 24 3/1933 - 6/1933

Mitglied eines Landtags
von bis Landtag Fraktion.
1924 1933 Bayern NSDAP

  • Kein Mitglied des Deutschen Bundestages

  • kein Mitglied eines Landtages nach 1945

  • Kein Mitglied der Volkskammer der DDR

Verbleib nach 1945
von bis Ort Bemerkung
Mai 1945 Verhaftung durch US-Truppen in Waidring (Tirol);
Mai 1945 Internierung in Salzburg, danach im Gefängnis Freising (Obb.), später in Wiesbaden und Mondorf (Rheinland);
seit Mai 1945 in Haft in Nürnberg;
Okt. 1946 Verurteilung zum Tode durch den Alliierten Militärgerichtshof in Nürnberg wegen Aufforderung zum Mord und zur Ausrottung der Juden;
Okt. 1946 in Nürnberg hingerichtet;
Sept. 1948 Einstufung als Hauptschuldiger und Einziehung des in Bayern gelegenen Nachlasses durch die Spruchkammer München.

Lebenslauf

Werdegang
Geboren 1885 (12. 2.) Fleinhausen (BA Zusmarshausen, Bayern); gestorben 1946 (16.10.) Nürnberg (hingerichtet); Sohn eines Volksschullehrers; kath.; Volksschule; bis 1901 Präparandenschule; 1901-Juli 1903 kath. Lehrerseminar in Lauingen (BA Dillingen, Bayern); Okt. 1907 Lehrerprüfung; Okt. 1907-Okt. 1908 Militärdienst; verh. (1. 1913; 2. 1945). Nov. 1903-1904 Aushilfslehrer in Irsee (b. Kaufbeuren, Bayern), 1904-Dez. 1906 in verschiedenen Gemeinden in Bayern, Dez. 1906-Okt. 1907 in der Knabenschule Lauingen; Okt. 1908-Sept. 1909 Lehrer in Mindelheim (Bayern); Sept. 1909-Aug. 1914 Volksschullehrer in Nürnberg; 1911-Anfang 1914 Mitglied einer antiklerikalen Splitterpartei (Demokratische Partei, Junge (Sozial-)Demokratische Partei?) Kriegsteilnehmer (Leutnant d.R.); Dez. 1918-<1921> Mitglied und Redner im Deutschvölkischen Schutz-und Trutzbund; 1919-Juni 1922 Volksschullehrer, Juli 1922-<1924> Hauptlehrer in Nürnberg; April 1919 Mitbegründer der DsP (offizielle Parteigründung nach dem Kapp-Putsch April 1920); bis 1921 DsP-Führer in Düsseldorf; DsP-Redner in Norddeutschland; Juni 1920 Begründer, Juni 1920-Sept. 1921 Redakteur des DsP-Wochenblatts "Deutscher Sozialist" in Düsseldorf; seit Herbst 1920 Redner der "Deutschen Werkgemeinschaft" in Süddeutschland; Okt. 1921 Begründer, Okt. 1921-1922 Hrsg. des Wochenblatts der Deutschen Werkgemeinschaft, "Deutscher Volkswille" in Augsburg; 1921 Integration der DsP-Ortsgruppe Düsseldorf in die NSDAP; Okt. 1921 Begründer, seit Okt. 1921 Leiter der NSDAP-Ortsgruppe Nürnberg; April 1923 Begründer, April 1923-Febr. 1945 Hrsg. und Hauptredakteur des (antisemitischen) Wochenblatts "Der Stürmer" in Nürnberg; Besitzer des Verlags "Der Stürmer" in Nürnberg; wiederholte Gefängnisstrafen wegen antisemitischer Schriten; Jan. 1924-Mai 1928 vom Schuldienst suspendiert wegen Teilnahme am Hitler-Putsch; Jan. -Febr. 1924 Schutzhaft (mit A.Hitler) in Landsberg a.Lech; 1924 Mitbegründer, Juli 1924-Febr. 1925 1.Vorsitzender der Großdeutschen Volksgemeinschaft (Tarnorganisation während des NSDAP-Verbots) in Nürnberg; 1924-1932 Stadtrat (Großdeutsche Volksgemeinschaft bzw. NSDAP) in Nürnberg; Febr. 1925 nach Wiederzulassung erneut NSDAP; April 1925 mit dem Aufbau der NSDAP in den drei fränkischen Regierungsbezirken beauftragt; seit Sept. 1928 Leiter des NSDAP-Bezirks Nürnberg-Fürth; Mai 1928 Entlassung aus dem Schuldienst; 1930-1936 Gauleiter des NSDAP-Gaues Mittelfranken (1936 in Gau "Franken" umbenannt) in Nürnberg. Seit April 1933 Leiter des "Zentralkomitees zur Abwehr der jüdischen Greuel-und Boykotthetze"; April 1933 Organisator des Boykotts gegen jüdische Geschäftsleute im deutschen Reich; Leiter der deutschen Sektion der Antijüdischen Weltliga; seit 1933 Begründer der (nat.soz.) "Fränkischen Tageszeitung"; 1934 SA-Gruppenführer; <1934-1935> Vorsitzender der Nordischen Gesellschaft, Sektion Franken; 1935 Mitinitiator der sogen. "Nürnberger Gesetze"; 1936-1942 Gauleiter des (umbenannten) NSDAP-Gaues Franken in Nürnberg; 1937-1938 Organisator der Enteignung jüdischer Unternehmer in Franken; 1939 öffentliches Redeverbot nach Bekanntwerden persönlicher Bereicherung und Klientelwirtschaft in der NSDAP-Gauleitung; Febr. 1940 durch das Oberste Parteigericht für "zur Menschenführung nicht geeignet" erklärt (nach Bestätigung der o.g. Vorwürfe durch eine Untersuchungskommission) unter formeller Beibehaltung der Gaulei Verbannung auf seinen Landsitz Pleikershof (b. Nürnberg); Mai 1945 Aufenthalt (als Kunstmaler getarnt) auf einem Berghof bei Waidring (Tirol); Nov. 1933 Ehrenbürger der Stadt Erlangen. Mai 1945 Verhaftung durch US-Truppen in Waidring (Tirol); Mai 1945 Internierung in Salzburg, danach im Gefängnis Freising (Obb.), später in Wiesbaden und Mondorf (Rheinland); seit Mai 1945 in Haft in Nürnberg; Okt. 1946 Verurteilung zum Tode durch den Alliierten Militärgerichtshof in Nürnberg wegen Aufforderung zum Mord und zur Ausrottung der Juden; Okt. 1946 in Nürnberg hingerichtet; Sept. 1948 Einstufung als Hauptschuldiger und Einziehung des in Bayern gelegenen Nachlasses durch die Spruchkammer München. MdR: Juli 1932-Mai 1945 WK 26 (Franken) => NSDAP. MdR-Auschüsse Wahrung der Rechte: R7. MdL 1924-1933 Bayern => NSDAP.



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