BIORAB Weimar

Personendaten

Zur Person
Name: Walther DARRE kein Bild online
Geschlecht: m
Geboren: 14.7.1895
in: Belgrano
Gestorben: 5.9.1953
in: München
Religion: ev.
Bildungsstand: Kein Tondokument online
Erlernter Beruf: LW PRAKTIKANT
Vaterberuf: KAUFMANN CHEF HANDELSHAUS

Familienstand
lfd. No. Stand Jahr  
1 verh. 1.Ehe 1922  
2 verh. 2.Ehe 1931  

Ausbildung und politische Karriere

Ausbildungsgang
Abfolge Ausbildung Ort von bis
1 deutsche Schule Belgrano 1905
2 Kings-College-School Wimbeldon b. London 1911
3 Studium (Diplom-Koloniallandwirt) an der Deutschen Kolonialschule Witzenhausen (Prov. Hessen-Nassau) 1914
4 Studium (Diplom-Koloniallandwirt) an der Deutschen Kolonialschule Witzenhausen (Prov. Hessen-Nassau) 1919 1920
5 Examen als Diplom-Koloniallandwirt 1920
6 landwirtschaftl. Praktikum im Rottal (Niederbayern) Hessen, Oldenburg 1920 1922
7 Studium (Diplom-Landwirt) Halle a.d. Saale 1922 1925
8 Examen als Diplom-Landwirt 1925

Mitglied des Reichstags
von bis Wahlkreis Leg.-Per. Dauer der Leg.-Per.
7/1932 11/1932 22 7/1932 - 11/1932
11/1932 3/1933 23 11/1932 - 3/1933
3/1933 11/1933 24 3/1933 - 6/1933

  • Kein MdL

  • Kein Mitglied des Deutschen Bundestages

  • kein Mitglied eines Landtages nach 1945

  • Kein Mitglied der Volkskammer der DDR

Verbleib nach 1945
von bis Ort Bemerkung
1945 Verhaftung;
1948 Anklage durch den Militärgerichtshof in Nürnberg ("Wilhelmstraßenprozeß");
April 1949 Verurteilung zu 7 Jahren Gefängnis wegen der Enteignung hunderttausender polnischer und jüdischer Bauern in Polen, Organisation der Zwangsarbeit und wegen der Anordnung verringerter Lebensmitt
Aug. 1950 vorzeitige Haftentlassung aus dem Gefängnis Landsberg a.Lech;
1950-1953 wohnhaft in Bad Harzburg.

Lebenslauf

Werdegang
Geboren 1895 (14. 7.) Belgrano (Buenos Aires, Argentinien); gestorben 1953 ( 5. 9.) München; Sohn eines Kaufmanns und Geschäftsführers; ev.; bis 1905 deutsche Schule in Belgrano; bis Ostern 1914 Oberrealschule in Heidelberg, Ev. Pädagogium in Godesberg a.Rhein und Oberrealschule in Gummersbach; Sommer 1911 Kings-College-School in Wimbeldon b. London; Ostern 1914-August 1914 und 1919-1920 Studium (Diplom-Koloniallandwirt) an der Deutschen Kolonialschule in Witzenhausen (Prov. Hessen-Nassau); 1920 Examen als Diplom-Koloniallandwirt; 1920-Ostern 1922 landwirtschaftl. Praktikum im Rottal (Niederbayern), in Hessen und Oldenburg; 1922-1925 Studium (Diplom-Landwirt) in Halle a.d. Saale; 1925 Examen als Diplom-Landwirt; verh. (1. 1922; 2. 1931). Kriegsteilnehmer (Leutnant d.R.); <1918> Freikorps in Berlin; 1923-1928 Stahlhelm; Herbst 1925-Ostern 1926 Studien (Tierzucht und Erbbiologie) an der Universität Gießen; Juli 1926 als Beauftragter der Ostmesse der Stadt Königsberg Reise durch Finnland; Juni 1926- Volontariat beim Ostpreußischen Stutbuch in Insterburg; Juni 1927-Juli 1927 tierzüchterischer Sachverständiger des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft auf der Landestierzucht-Ausstellung in Lathis (Finnland); Herbst 1927-Herbst 1928 schriftstellerische Tätigkeit in Wiesbaden; Herbst 1928-Dez.1929 Beauftragter der ostpreußischen Landwirtschaftskammer an den deutschen Gesandtschaften in Kowno (Litauen), Riga (Lettland) und Reval (Estland); Juni 1930 NSDAP; Frühjahr 1930 nach Ausscheiden aus dem Staatsdienst Beauftragter für den Aufbau der NSDAP-Bauernorganisation; Aug. 1930- Reichsleiter des Reichsamts für Agrarpolitik in der NSDAP-Reichsleitung; Sept. 1930-<1935> Hauptredakteur der "Nationalsozialistischen Landpost"; Febr. 1931 SS-Sturmbannführer; Nov. 1931 SS-Standartenführer; seit Dez. 1931 Führer der Abt.V im Oberstab des RFSS; 1931-Jan. 1935 Begründer und Chef des Rasse-und Siedlungsamts SS; Dez. 1932 SS-Oberführer; Vf. des NSDAP-Agrarprogramms (März 1930); 1932- Hrsg. der "Deutschen Agrarpolitik. Monatsschrift für Deutsches Bauerntum" (1939 umbenannt in "Odal"). April 1933 Vorsitzender der Reichsführergemeinschaft des deutschen Bauernstandes; April 1933 Präsident des Reichverbands der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften - Raiffeisen e.V.; Mai 1933 Präsident des Deutschen Landwirtschaftsrats und des Landhandelsbundes; Mai 1933 Begründer des "Reichsnährstands"; 1933- Reichsbauernführer; Mai 1933 SS-Gruppenführer; Juni 1933-Dez. 1934 Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft; Juni 1933-Dez. 1934 Preußischer Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten; Juli 1933 Ehrenpräsident der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft; 1933 Initiator des "Reichserbhofgesetzes"; Nov. 1934 SS-Obergruppenführer; Jan. 1935-Sept. 1938 Begründer und Chef des Rasse-und Siedlungshauptamts SS; Jan. 1935-Mai 1942 Reichsminister und Preußischer Minister für Ernährung und Landwirtschaft; Sept. 1938-Jan. 1945 Führer im Stab des RFSS; <1939> Leiter des Reichsamts für Agrarpolitik der Reichsleitung der NSDAP (Reichsleiter); <1939> Mitglied des Reichsbauernrats; Mai 1942 nach zunehmenden Differenzen mit Görings Kriegswirtschaftspolitik und Himmlers Ostsiedlungsplänen Entlassung aus mehreren Ämtern; 1942-1945 "Verbannung" auf sein Jagdhaus in der Schorfheide (Prov. Brandenburg); seit Jan. 1945 im Persönlichen Stab des RFSS; 1933- preußischer Staatsrat; 1933 Senator der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft; <1935> Mitglied der Akademie für Deutsches Recht; <1935> Schirmherr des Reichsbunds deutscher Diplom-Landwirte; <1935> Vorsitzender der Gesellschaft für innere Kolonisation und der Agrarpolitischen Studiengesellschaft München; <1935> Ehrenvorsitzender der deutschen Bauern-Hochschule und des Präsidiums der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft; <1937> Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für deutsche Volkskunde; Vf. völkischer Schriften (u.a. "Das Bauerntum als Lebensquell der nordischen Rasse", 1929; "Neuadel aus Blut und Boden", 1930; "Walter Rathenau und das Problem des nordischenMenschen", ???) sowie zahlre 1945 Verhaftung; 1948 Anklage durch den Militärgerichtshof in Nürnberg ("Wilhelmstraßenprozeß"); April 1949 Verurteilung zu 7 Jahren Gefängnis wegen der Enteignung hunderttausender polnischer und jüdischer Bauern in Polen, Organisation der Zwangsarbeit und wegen der Anordnung verringerter Lebensmitt Aug. 1950 vorzeitige Haftentlassung aus dem Gefängnis Landsberg a.Lech; 1950-1953 wohnhaft in Bad Harzburg. MdR: Juli 1932-Nov. 1933 Reichswahlvorschlag => NSDAP; Nov. 1933-März 1936 WK 6 (Pommern) => NSDAP; März 1936-Mai 1945 WK 28 (Dresden-Bautzen) => NSDAP.



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