BIORAB Weimar

Personendaten

Zur Person
Name: Dr.phil.nat. Friedrich DESSAUER kein Bild online
Geschlecht: m
Geboren: 19.7.1881
in: Aschaffenburg
Gestorben: 16.2.1963
in: Frankfurt (Main)
Religion: kath.
Bildungsstand: Kein Tondokument online
Erlernter Beruf: DIREKTOR LABORATORIUM
Vaterberuf: INDUSTRIELLER KGL KOMMERZIENRAT

Familienstand
lfd. No. Stand Jahr  
1 verh. 1909  

Ausbildung und politische Karriere

Ausbildungsgang
Abfolge Ausbildung Ort von bis
1 praktische Ausbildung im elterlichen Betrieb
2 Studium (Physik, Elektrotechnik) München, Darmstadt, Frankfurt a.M.
3 Promotion zum Dr.phil.nat.

Mitglied des Reichstags
von bis Wahlkreis Leg.-Per. Dauer der Leg.-Per.
12/1924 5/1928 19 12/1924 - 5/1928
5/1928 9/1930 20 5/1928 - 9/1930
9/1930 7/1932 21 9/1930 - 7/1932
7/1932 11/1932 22 7/1932 - 11/1932
11/1932 3/1933 23 11/1932 - 3/1933
3/1933 11/1933 24 3/1933 - 6/1933

  • Kein MdL

  • Kein Mitglied des Deutschen Bundestages

  • kein Mitglied eines Landtages nach 1945

  • Kein Mitglied der Volkskammer der DDR

Verbleib nach 1945
von bis Ort Bemerkung
1949 Wiedereinbürgerung (unter Beibehaltung der Schweizer Staatsbürgerschaft) und Rückkehr nach Deutschland (BRD);
1950- ord. Professor (physikalische Grundlagen der Medizin) an der Universität Frankfurt a.M.;
1952 Vizepräsident des 75. Deutschen Katholikentags in Berlin (West);
wohnhaft in Fribourg (Schweiz), seit erneut in Frankfurt a.M.;
Ehrenmitglied im Kuratorium des Max-Planck-Instituts für Biophysik sowie mehrerer in-und ausländischer Radiologen-Gesellschaften;
1951 Ehrendoktor (Dr.med.h.c.) der Universität Frankfurt a.M., Juli 1952 (Dr.theol.h.c.) der Universität Würzburg, Juli 1956 (Dr.Ing.e.h.) der TH Darmstadt;
Ehrenbürger der TH Wien;
Juli 1956 Ehrenbürger der Stadt Aschaffenburg, 1961 Ehrenbürger der Stadt Frankfurt a.M.;
Vf. zahlreicher medizinischer (Radiologie, Physik, Biophysik, Krebstherapie), politischer und philosophischer Schriften und Aufsätze (u.a. "Kooperative Wirtschaft", 1929; "Kultur, Technikund Gesellschaf

Lebenslauf

Werdegang
Geboren 1881 (19. 7.) Aschaffenburg (Unterfranken); gestorben 1963 (16. 2.) Frankfurt a.Main; Sohn eines Zellstoffabrikanten und Kommerzienrats; kath.; Gymnasium in Aschaffenburg; Studium (Physik, Elektrotechnik) in München, Darmstadt (TH) und Frankfurt a.M.; <1917> Promotion zum Dr.phil.nat.; praktische Ausbildung im elterlichen Betrieb; militärfrei; verh. (1909). 1901 Begründer des Elektrotechnischen Laboratoriums in Aschaffenburg, 1907-1920 1.Direktor der daraus hervorgegangenen Vereinigten Elektrotechnischen Institute Frankfurt-AschaffenburgAGin Frankfurt a. 1905-1917 Erfinder der Röntgen-Momentaufnahme, der Röntgen-Kinematographie (mit P.H. Eykman) und der Röntgen-Tiefentherapie; Mai 1920-Mai 1934 ord. Professor (Radiologie und physikalische Grundlagen der Medizin) und Direktor des Instituts für physikalische Grundlagen der Medizin (Oswalt-Stiftung) an der Universität Frankfurt a 1922 Begründer der Quanten-Biologie; <1918> Mitglied im Bürgerrat Frankfurt a.M.; 1919-1924 Zentrums-Stadtverordneter in Frankfurt a.M.; März 1921 Mitunterzeichner des Gründungsaufrufs für den Republikanischen Reichsbund; 1924 Begründer, bis 1934 Mitherausgeber der (katholischen) "Rhein-Mainischen Volkszeitung" in Frankfurt a.M.; Aufsichtsratsvorsitzender der Carolus-Druckerei in Frankfurt a.M. (Druckerei der "Rhein-Mainischen Volkszeitung"); April 1927 Mitglied im Gründungsvorstand der Gesellschaft zur Förderung politischer Bildungsarbeit e.V.; Mitglied im Bundesvorstand des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold; Mitglied im Friedensbund deutscher Katholiken. Juli-Okt. 1933 Schutzhaft im Gefängnis Frankfurt-Preungesheim; Okt. 1933 Anklage durch den Sonderstaatsanwalt des preußischen Justizministeriums wegen angeblicher Anstiftung des Geschäftsführers der (katholischen) Volksvereins-Verlags-GmbH (VVV),Dr.Hohn, zum Verkau Dez. 1933 Freispruch im sogen. "kleinen Volksvereinsprozeß" durch das Landgericht Mönchengladbach vom Vorwurf der Anstiftung zur Veruntreuung (keine Entschädigung für unschuldigerlitteneHaft); trotz Freispruchs keine Wiederverleihung der venia legendi an der Universität Frankfurt a.M.; Mai 1934 Versetzung in den Ruhestand; Anfang 1934 Emigration nach Istanbul; Anfang 1934-Sept. 1937 ord. Prof. (Radiologie und Biophysik) an der Universität Istanbul; Jan. 1935 Einstellung des Ermittlungsverfahrens im sogen. "großen Volksvereinsprozeß" durch die Oberstaatsanwaltschaft Mönchengladbach; Sept. 1937-<1950> Prof. (Experimentalphysik) und Direktor des Physikalischen Instituts an der Universität Fribourg (Schweiz); Juli 1941 Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft. 1949 Wiedereinbürgerung (unter Beibehaltung der Schweizer Staatsbürgerschaft) und Rückkehr nach Deutschland (BRD); 1950-<1956> ord. Professor (physikalische Grundlagen der Medizin) an der Universität Frankfurt a.M.; 1952 Vizepräsident des 75. Deutschen Katholikentags in Berlin (West); <1955-1956> wohnhaft in Fribourg (Schweiz), seit <1959> erneut in Frankfurt a.M.; Ehrenmitglied im Kuratorium des Max-Planck-Instituts für Biophysik sowie mehrerer in-und ausländischer Radiologen-Gesellschaften; 1951 Ehrendoktor (Dr.med.h.c.) der Universität Frankfurt a.M., Juli 1952 (Dr.theol.h.c.) der Universität Würzburg, Juli 1956 (Dr.Ing.e.h.) der TH Darmstadt; Ehrenbürger der TH Wien; Juli 1956 Ehrenbürger der Stadt Aschaffenburg, 1961 Ehrenbürger der Stadt Frankfurt a.M.; Vf. zahlreicher medizinischer (Radiologie, Physik, Biophysik, Krebstherapie), politischer und philosophischer Schriften und Aufsätze (u.a. "Kooperative Wirtschaft", 1929; "Kultur, Technikund Gesellschaf MdR: Dez. 1924-Nov. 1933 WK 19 (Hessen-Nassau) => Zentrum. MdR-Auschüsse Handelspolitik: R5 (stellv. Vors.).



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