BIORAB Weimar

Personendaten

Zur Person
Name: Dr.jur. Hans FRANK kein Bild online
Geschlecht: m
Geboren: 23.5.1900
in: Karlsruhe
Gestorben: 16.10.1946
in: Nürnberg
Religion: altkath.
Bildungsstand: Kein Tondokument online
Erlernter Beruf: REFERENDAR
Vaterberuf: RECHTSANWALT

Familienstand
lfd. No. Stand Jahr  
1 verh. 1925  

Ausbildung und politische Karriere

Ausbildungsgang
Abfolge Ausbildung Ort von bis
1 Volksschule
2 Studium Studium (Rechtswissenschaft, Volkswirtschaft) München 1919 1921
3 Studium Studium (Rechtswissenschaft, Volkswirtschaft) München 1922 1923
4 Studium Studium (Rechtswissenschaft, Volkswirtschaft) Kiel 1922
5 1. juristische Staatsprüfung München 1923
6 Promotion zum Dr.jur. Kiel 1924
7 2. juristische Staatsprüfung 1926

Mitglied des Reichstags
von bis Wahlkreis Leg.-Per. Dauer der Leg.-Per.
9/1930 7/1932 21 9/1930 - 7/1932
7/1932 11/1932 22 7/1932 - 11/1932
11/1932 3/1933 23 11/1932 - 3/1933
3/1933 5/1945 24 3/1933 - 6/1933

  • Kein MdL

  • Kein Mitglied des Deutschen Bundestages

  • kein Mitglied eines Landtages nach 1945

  • Kein Mitglied der Volkskammer der DDR

Verbleib nach 1945
von bis Ort Bemerkung
Okt. 1946 Verurteilung zum Tode durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit;
Okt. 1946 hingerichtet in Nürnberg;
Vf. politischer Memoiren ("Im Angesicht des Galgens", 1953).

Lebenslauf

Werdegang
Geboren 1900 (23. 5.) Karlsruhe; gestorben 1946 (16.10.) Nürnberg (hingerichtet); Sohn eines Rechtsanwalts; altkath.; Volksschule; Gymnasium in München; Okt. 1919-Juli 1921 und Okt. 1922-Juli 1923 Studium Studium (Rechtswissenschaft, Volkswirtschaft) in München, 1922 in Kiel; Juli 1923 1. juristische Staatsprüfung in München; 1926 2. juristische Staatsprüfung; 1924 Promotion zum Dr.jur. in Kiel; verh. (1925). Juni-Dez. 1918 Kriegs-bzw. Militärdienst; April-Okt. 1919 und Juni-Okt. 1920 Freikorps Epp; 1919 DAP und Thule-Gesellschaft; Mitglied im Deutschvölkischen Schutz-und Trutzbund; 1920 Reichswehr; 1923-1926 Rechtsreferendar; Sept. 1923 SA; Nov. 1923 Teilnahme am Hitler-Putsch in München; nach Nov. 1923 vorübergehend Flucht ins Ausland; bis 1927 Rechtsassessor in einer Anwaltskanzlei in München; Mai 1927-<1933> Rechtsanwalt in München (Rechtsberater, Vertreter und Verteidiger A.Hitlers); Nov. 1927-1929 Assistent (Rechtswissenschaft) an der TH München; 1927 NSDAP; 1927-<1938> Leiter der Rechtsabt. und rechtspolitischen Abt. der NSDAP-Reichsleitung; Okt. 1928 Begründer, Okt. 1928-1936 Vorsitzender des BNSDJ (1936 umbenannt in NSRB); Okt. 1930-1934 Referent für Rechtsfragen in der NSDAP-Reichsleitung, <1930> Hrsg. der Beilage "Kampf um deutsches Recht" des "Völkischen Beobachters"; <1931> Beisitzer im Untersuchungs-und Schlichtungsausschuß der NSDAP; <1932>-<1943> Hrsg. der Zeitschrift "Deutsches Recht" (BNSDJ-Zentralorgan); vor 1933 Mitglied der Gesellschaft zum Studium des Faschismus; Vf. mehrerer rechts-und wirtschaftswissenschaftl. Schriften. März 1933-Dez. 1934 bayerischer Staatsminister der Justiz (bis April 1933 kommissarisch); April 1933-Dez. 1934 Reichskommissar für die Gleichschaltung der Justiz in den Ländern und für die Erneuerung der Rechtsordnung; Juni 1933 Begründer, <1936-1938> Reichsführer der Deutschen Rechtsfront; Juli 1933 Begründer, Okt. 1933-Aug. 1942 Präsident der Akademie für Deutsches Recht in München; Dez. 1934-<1938> Reichsminister ohne Portefeuille; 1934-Aug. 1942 Reichsleiter des Reichsrechtsamts der NSDAP; <1934> SA-Gruppenführer; bis 1936 Reichsführer des BNSDJ, 1936-1942 des NSRB; seit März 1935 Vorsitzender der deutschen Landesgruppe der Internationalen Krimininalistischen Vereinigung und der Deutschen Strafrechtlichen Gesellschaft; Leiter (mit R.Freisler) der Strafrechtskommission; 1934-Aug. 1942 Hrsg. der "Zeitschrift der Akademie für Deutsches Recht" und des "Jahrbuchs der Akademie für deutsches Recht"; <1935> Hrsg. der "Juristischen Wochenschrift"; <1936> Hrsg der "Leitsätze für ein neues Strafrecht"; 1937 SA-Obergruppenführer; Sept. 1939 kurzzeitig Kriegsteilnehmer (Leutnant); Sept. 1939 Chef der Obersten (deutschen) Zivilverwaltung beim Oberbefehlshaber Ost in Posen; Okt. 1939-1945 Generalgouverneur des Generalgouvernements in Krakau; Mai 1940-<1943> Präsident der Internationalen Rechtskammer; seit Aug. 1941 auch Generalgouverneur für Galizien; Aug. 1942 nach Konflikten mit H.Himmler (MdR) Verlust der höheren Parteiämter und der Präsidentschaft der Akademie für deutsches Recht; <1944> Generalbevollmächtigter des Beauftragten für den Vierjahresplan im Generalgouvernement Polen; Hrsg. des "Nationalsozialistischen Handbuchs für Recht und Gesetzgebung" (1935); 1945 nach der Flucht aus Krakau Verhaftung bei Bad Aibling (Obb.). Okt. 1946 Verurteilung zum Tode durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit; Okt. 1946 hingerichtet in Nürnberg; Vf. politischer Memoiren ("Im Angesicht des Galgens", 1953). MdR: Sept. 1930-Mai 1945 WK 8 (Liegnitz) => NSDAP. MdR-Auschüsse Wahrung der Rechte: R6,R7; Rechtspflege: R7 (Vors.).



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