BIORAB Weimar

Personendaten

Zur Person
Name: Dr.jur. Wilhelm FRICK kein Bild online
Geschlecht: m
Geboren: 12.3.1877
in: Alsenz
Gestorben: 16.10.1946
in: Nürnberg
Religion: ev.
Bildungsstand: Kein Tondokument online
Erlernter Beruf: RECHTSPRAKTIKANT
Vaterberuf: LEHRER

Familienstand
lfd. No. Stand Jahr  
1 verh. 1.Ehe  
2 verh. 2.Ehe  

Ausbildung und politische Karriere

Ausbildungsgang
Abfolge Ausbildung Ort von bis
1 Volksschule Kaiserslautern (Pfalz)
2 Studium (Rechtswissenschaft) München, Göttingen, Berlin, Heidelberg 1896 1900
3 1. juristische Staatsprüfung 1900
4 2. juristische Staatsprüfung
5 Promotion zum Dr.jur. Heidelberg 1901

Mitglied des Reichstags
von bis Wahlkreis Leg.-Per. Dauer der Leg.-Per.
5/1924 12/1924 18 5/1924 - 12/1924
12/1924 3/1927 19 12/1924 - 5/1928
3/1927 5/1928 19 12/1924 - 5/1928
5/1928 9/1930 20 5/1928 - 9/1930
9/1930 7/1932 21 9/1930 - 7/1932
7/1932 11/1932 22 7/1932 - 11/1932
11/1932 3/1933 23 11/1932 - 3/1933
3/1933 5/1945 24 3/1933 - 6/1933

  • Kein MdL

  • Kein Mitglied des Deutschen Bundestages

  • kein Mitglied eines Landtages nach 1945

  • Kein Mitglied der Volkskammer der DDR

Verbleib nach 1945
von bis Ort Bemerkung
1945 Verhaftung;
Okt. 1946 Verurteilung zum Tode als Hauptkriegsverbrecher durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg;
Okt. 1946 hingerichtet in Nürnberg.

Lebenslauf

Werdegang
Geboren 1877 (12. 3.) Alsenz (BA Rockenhausen, Pfalz); gestorben 1946 (16.10.) Nürnberg (hingerichtet); Sohn eines Lehrers; ev.; Volksschule in Kaiserslautern (Pfalz); bis 1896 Gymnasium in Kaiserslautern; 1896-1900 Studium (Rechtswissenschaft) in München, Göttingen, Berlin und Heidelberg; 1900 1., 2. juristische Staatsprüfung; 1901 Promotion zum Dr.jur. in Heidelberg; verh. (1. ; 2. ). 1900-1903 bayerischer Rechtspraktikant (Referendar) in Kaiserslautern; 1904 Regierungsakzessist bei der Regierung von Oberbayern; 1904-1907 Amtsanwalt bei der Polizeidirektion München; 1907-1917 Bezirksamtsassessor in Pirmasens (Pfalz); 1917-1925 Regierungsassessor und Oberamtmann bei der Polizeidirektion München; Mai 1919-Sept. 1921 Leiter der politischen Polizei bei der Polizeidirektion München; 1921 Fluchthilfe durch gefälschte Pässe für die Mörder M.Erzbergers (MdR); Nov. 1923 Teilnahme am Hitler-Putsch (vorübergehend Leiter des Polizeipräsidiums München); April 1924 Verurteilung zu 1 1/4 Jahren Festungshaft und RM 100 Geldstrafe durch das Volksgericht München wegen Hochverrats (Strafe nicht verbüßt); Febr. 1925 nach Wiederzulassung erneut NSDAP (Mitglieds-Nr. 10); 1925-<1943> NSDAP-Reichsleiter; Aufhebung der Entlassung wegen Beteiligung am Hochverrat durch die Disziplinarkammer; 1926-1930 Oberamtmann beim Oberversicherungsamt München; März 1927-Mai 1945 Vorsitzender der NSDAP-Reichstagsfraktion; Jan. 1930-April 1931 stellvertr. Vorsitzender des thüringischen Staatsministeriums, thüringischer Minister des Innern und Minister für Volksbildung (Rücktritt nach Mißtrauensvotum desthüringischen Landt <1931> Reichsredner der NSDAP; Jan. 1932-Jan. 1933 Regierungsrat beim Oberversicherungsamt München; seit 1932 Reichswahlleiter der NSDAP. Jan. 1933-Aug. 1943 Reichsminister des Innern, Mai 1934-Aug. 1943 zugleich preußischer Minister des Innern; NSDAP-Reichsleiter; Leiter der Reichstagswahlen und Volksabstimmungen; Jan. 1934 Beteiligung an der Gesetzgebung zur Reichsreform; Mitarbeit am Reichsbürgergesetz und den "Nürnberger Gesetzen"; <1934-1935> Mitglied der Akademie für Deutsches Recht; Oberstarbeitsführer des Reichsarbeitsdienstes (RAD); 1937 Initiator des Deutschen Beamtengesetzes; seit Aug. 1939 Mitglied im Reichsverteidigungsrat; seit Aug. 1939 Mitglied im Ministerrat für die Reichsverteidigung; seit Sept. 1939 Generalbevollmächtigter für die Reichsverwaltung; Aug. 1943-Mai 1945 als Reichsminister ohne Portefeuille Reichsprotektor für Böhmen und Mähren; <1934> Ehrenmitglied des Arbeitsdank (Betreuungsorganisation ehem. RAD-Angehöriger); NSKK-Ehrenführer; Vf. politischer Schriften ("Die Nationalsozialisten im Reichstag", 1932; "Kampfziel der deutschen Schule", 1933; "Die deutsche Frau im nationalsozialistischen Staat", 1935); Ehrenbürger der Städte Arnstadt (Thüringen), Berlin, Erfurt, Flensburg, Frankenthal (Pfalz), Göttingen, Kaiserslautern, Kassel, Leipzig, Lübeck, Saarbrücken, Saarlouis und Weimar. 1945 Verhaftung; Okt. 1946 Verurteilung zum Tode als Hauptkriegsverbrecher durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg; Okt. 1946 hingerichtet in Nürnberg. MdR: Mai 1924-März 1927 WK 24 (Oberbayern-Schwaben) => NF; März 1927-Mai 1928 WK 24 (Oberbayern-Schwaben) => NSDAP; Mai 1928-Sept. 1930 Reichswahlvorschlag => NSDAP; Sept. 1930-Juli 1932 WK 27 (Pfalz) => NSDAP; Juli 1932-Mai 1945 WK 12 (Thüringen) => NSDAP. MdR-Auschüsse Geschäftsordnung: R3; Beamtenangelegenheiten: R3; Recht: R3; Auswärtige Angelegenheiten: R5 (Vors.),R6 (Vors.),R7 (Vors.).



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