BIORAB Weimar

Personendaten

Zur Person
Name: Walther FUNK kein Bild online
Geschlecht: m
Geboren: 18.8.1890
in: Trakehnen
Gestorben: 31.5.1960
in: Düsseldorf
Religion: ev.
Bildungsstand: Kein Tondokument online
Erlernter Beruf: STAATSSEKR REICHSMIN
Vaterberuf: PRESSECHEF REICHSREG

Familienstand
lfd. No. Stand Jahr  
1 verh. 1920  

Ausbildung und politische Karriere

Ausbildungsgang
Abfolge Ausbildung Ort von bis
1 Studium (Rechtswissenschaft, Nationalökonomie, Philosophie, Geschichte, Literatur, Musik) Berlin, Leipzig
2 journalistische Ausbildung bei der "National-Zeitung" Berlin 1912

Mitglied des Reichstags
von bis Wahlkreis Leg.-Per. Dauer der Leg.-Per.
7/1932 11/1932 22 7/1932 - 11/1932
11/1932 3/1933 23 11/1932 - 3/1933

  • Kein MdL

  • Kein Mitglied des Deutschen Bundestages

  • kein Mitglied eines Landtages nach 1945

  • Kein Mitglied der Volkskammer der DDR

Verbleib nach 1945
von bis Ort Bemerkung
1945 Verhaftung;
Okt. 1946 Verurteilung als Hauptkriegsverbrecher zu lebenslanger Gefängnishaft durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg wegen Beteiligung an der Planung, Entfesselung und Durchführung der
bis Mai 1957 in Haft im Alliierten Militärgefängnis Berlin-Spandau;
Verurteilung als Hauptschuldiger zu 10 Jahren Arbeitslager und Vermögenseinzug bis auf DM 2000 durch die Spruchkammer Bad Tölz (Obb.);
Sept. 1949 Ablehnung der Berufung gegen das Spruchkammerurteil durch die Berufungskammer München;
Mai 1957 vorzeitige Haftentlassung aus Gesundheitsgründen;
Mai 1957-Mai 1960 wohnhaft in Düsseldorf;
Dez. 1958 Verurteilung zu DM 10900 Geldstrafe und Vermögenseinzug in Berlin durch die Spruchkammer Berlin (West) insbes. wegen der Verordnung über den Einzug jüdischen Vermögens(1938).

Lebenslauf

Werdegang
Geboren 1890 (18. 8.) Trakehnen (Krs. Stallupönen, Prov. Ostpreußen); gestorben 1960 (31. 5.) Düsseldorf; Sohn eines Landwirts und späteren Meliorationsbaumeisters; ev.; Gymnasium in Insterburg (Prov. Ostpreußen); Studium (Rechtswissenschaft, Nationalökonomie, Philosophie, Geschichte, Literatur, Musik) in Berlin und Leipzig; seit 1912 journalistische Ausbildung bei der "National-Zeitung" in Berlin; 1913-1914 Militärdienst; verh. (1920). 1914-Juni 1916 Kriegsteilnehmer (wegen Dienstuntauglichkeit entlassen); Redakteur der "Leipziger Neuesten Nachrichten"; Redakteur bei der "Handelskorrespondenz Julius Stringe" in Berlin; Juli 1916-1922 Redakteur (Leiter des Handelsteils), 1922-Ende 1930 Chefredakteur der "Berliner Börsen-Zeitung"; seit Anfang 1931 Finanzschriftsteller und Wirtschaftspublizist in Berlin; <1928> Sachverständiger, <1929-1932> Vorsitzender des Sachverständigen-Ausschusses für Presseangelegenheiten beim Börsenvorstand und bei der Industrie-und HandelskammerBerlin; Juni 1931 NSDAP; seit 1931 Hrsg. des "Wirtschaftspolitischen Pressedienstes" der NSDAP; 1931-<1935> wirtschaftspolitischer Berater A.Hitlers und des Reichsorganisationsleiters der NSDAP; seit Sept. 1932 (hauptamtl.) 2.Vorsitzender des Wirtschaftsrats der NSDAP-Reichsleitung; Dez. 1932-Febr. 1933 Vorsitzender der Kommission für Wirtschaftspolitik der NSDAP; <1932> Mitarbeiter britischer und US-Fachzeitschriften; vor 1932 Studienreisen durch die USA und Sowjetunion; <1928-1930> Mitglied des Deutschen Instituts für Zeitungskunde; <1928-1930> Mitglied im Verein Berliner Presse; <1928-1930> Mitglied im Berliner Schriftstellerklub; <1929-1932> geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Gesellschaft für deutsche Wirtschafts-und Sozialpolitik; <1930> Vorstandsmitglied der Vereinigung Berliner Handelsredakteure; Mitglied der Gesellschaft zum Studium des Faschismus; <1932> Mitglied mehrerer wirtschaftlicher und journalistischer Organisationen und wissenschaftlicher Vereine; Vf. zahlreicher finanz-und währungspolitischer Aufsätze (u.a. "Die Goldmarkbank der deutschen Wirtschaft", 1923) und des "wirtschaftlichen Aufbauprogramms der NSDAP". Jan. 1933-<1935> Pressechef der Reichsregierung (unter Ernennung zum Ministerialdirektor); März 1933-<1935> Staatssekretär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda; <1934-1935> Hauptabteilungsleiter in der NSDAP-Reichsleitung; <1935> stellvertr. Präsident der Reichskulturkammer; <1935> stellvertr. Präsident der Filmkreditbank; Jan. 1938-<1944> Reichs-und preußischer Wirtschaftsminister; seit Dez. 1938 verantwortlich für die Durchführung aller Maßnahmen zur wirtschaftlichen Leistungssteigerung im Rahmen des Vierjahresplans; Jan. 1939-<1944> Reichsbankpräsident; seit Aug. 1939 Generalbevollmächtigter für die Kriegswirtschaft beim Ministerrat für die Reichsverteidigung; März 1941-<1944> Aufsichtsratsvorsitzender der Kontinentalen Öl-AG; Mai 1942 Pionier der Arbeit; seit Sept. 1943 Mitglied im Zentralen Planungsstab des Ministerrats für Reichsverteidigung; <1935> Verwaltungsratsvorsitzender des Werberats der Deutschen Wirtschaft; <1935> Verwaltungsratsvorsitzender der Reichsrundfunk-Gesellschaft; Mitglied im Reichskultursenat; Okt. 1941 Ehrendoktor der Universität Rom. 1945 Verhaftung; Okt. 1946 Verurteilung als Hauptkriegsverbrecher zu lebenslanger Gefängnishaft durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg wegen Beteiligung an der Planung, Entfesselung und Durchführung der bis Mai 1957 in Haft im Alliierten Militärgefängnis Berlin-Spandau; Verurteilung als Hauptschuldiger zu 10 Jahren Arbeitslager und Vermögenseinzug bis auf DM 2000 durch die Spruchkammer Bad Tölz (Obb.); Sept. 1949 Ablehnung der Berufung gegen das Spruchkammerurteil durch die Berufungskammer München; Mai 1957 vorzeitige Haftentlassung aus Gesundheitsgründen; Mai 1957-Mai 1960 wohnhaft in Düsseldorf; Dez. 1958 Verurteilung zu DM 10900 Geldstrafe und Vermögenseinzug in Berlin durch die Spruchkammer Berlin (West) insbes. wegen der Verordnung über den Einzug jüdischen Vermögens(1938). MdR: Juli 1932-März 1933 Reichswahlvorschlag => NSDAP.



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