BIORAB Weimar

Personendaten

Zur Person
Name: Prof.Dr.phil. Walter GOETZ kein Bild online
Geschlecht: m
Geboren: 11.11.1867
in: Leipzig
Gestorben: 30.10.1958
in: Adelholzen
Religion: ev.
Bildungsstand: Kein Tondokument online
Erlernter Beruf: MITARB HIST KOMMISSION MUENCHEN
Vaterberuf: ARZT U GF DT TURNERSCHAFT

Familienstand
lfd. No. Stand Jahr  
1 verh. 1.Ehe 1901  
2 verh. 2.Ehe 1913  

Ausbildung und politische Karriere

Ausbildungsgang
Abfolge Ausbildung Ort von bis
1 Studium (Geschichte, Rechtswissenschaft) Freiburg i.Br 1886
2 Studium (Kunstgeschichte) München 1886 1888
3 Studium (Geschichte, Nationalökonomie) Leipzig 1888 1890
4 Promotion zum Dr.phil. Leipzig 1890
5 Habilitation Leipzig 1895

Mitglied des Reichstags
von bis Wahlkreis Leg.-Per. Dauer der Leg.-Per.
6/1920 5/1924 17 6/1920 - 5/1924
5/1924 12/1924 18 5/1924 - 12/1924
12/1924 5/1928 19 12/1924 - 5/1928

  • Kein MdL

  • Kein Mitglied des Deutschen Bundestages

  • kein Mitglied eines Landtages nach 1945

  • Kein Mitglied der Volkskammer der DDR

Verbleib nach 1945
von bis Ort Bemerkung
Sommer 1946 Gastprofessor (während des Semesters Berufung zum Lehrbeauftragten), Herbst 1946-1947 Lehrstuhlvertretung (Mittlere und Neuere Geschichte), Okt. 1947-Dez. 1951 zunächst Privatdozent, dann auß
Herbst 1946 Wiederbegründer, bis 1951 Präsident, seit 1951 Ehrenpräsident der Münchner Historischen Kommission;
Begründer, bis 1951 Leiter der Neuen Deutschen Biographie in München;
Wiederbegründer, bis Ostern 1948 Vorsitzender der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica mit Sitz in München;
seit 1947 ord. Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Lebenslauf

Werdegang
Geboren 1867 (11.11.) Leipzig; gestorben 1958 (30.10.) Adelholzen (b. Traunstein, Oberbayern); Sohn des Geheimen Sanitätsrats Ferdinand Goetz (Vors. der Deutschen Turnerschaft); ev.; bis 1886 Gymnasium in Leipzig; 1886 Studium (Geschichte, Rechtswissenschaft) in Freiburg i.Br., 1886-1888 (Kunstgeschichte) in München, 1888-1890 (Geschichte, Nationalökonomie) in Leipzig; Dez. 1890 Promotion zum Dr.phil. in Leipzig; 1890-1891 Militärdienst; Herbst 1895 Habilitation in Leipzig; verh. (1. 1901; 2. 1913). 1892-1895 (wissenschaftl.) Mitarbeiter der Münchner Historischen Kommission; Herbst 1895-Dez. 1900 Privatdozent an der Universität Leipzig, Dez. 1900-Okt. 1905 an der Universität München; Herbst 1905-1913 ord. Prof. (mittelalterl. Geschichte) an der Universität Tübingen; 1913-Juli 1914 ord. Prof. (mittelalterl. Geschichte) an der Universität Straßburg (Elsaß); Juli 1914-Nov. 1915 Kriegsteilnehmer (Major d.R.); Nov. 1915-Jan. 1917 ord. Prof. (Kulturgeschichte) und Direktor des Instituts für Kultur-und Universalgeschichte an der Universität Leipzig; Jan. 1917-Jan. 1918 erneut Kriegsteilnehmer (Major d.R.); Jan. 1918-April 1933 wiederum ord. Prof. (Kulturgeschichte) und Direktor des Instituts für Kultur-und Universalgeschichte an der Universität Leipzig; 1896 Mitbegründer (mit F.Naumann) des Nationalsozialen Vereins; seit 1907 Vorstandsmitglied des Nationalvereins für das liberale Deutschland; 1918 Begründer, 1918 Vorsitzender des Bürgerausschusses gegen radikalen Umsturz in Leipzig; Begründer des "politischen Kolloqiums" (für Hörer aller Fakultäten) an der Universität Leipzig; <1920> Mitglied des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus; April-Mai 1922 Teilnehmer der Konferenz von Genua zur Regelung internationaler Wirtschafts-und Reparationsfragen; Okt. 1925 Mitbegründer der Deutsch-Österreichischen Arbeitsgemeinschaft; <1926> Mitglied, seit Okt. 1931 geschäftsführender Vorsitzender der Vereinigung verfassungstreuer Hochschullehrer; <1931> Mitglied im DDP-Gesamtvorstand; seit 1904 außerord. Mitglied, seit 1913 ord. Mitglied der Münchner Historischen Kommission; <1925> Vorsitzender des Wissenschaftl. Beirats des Deutschen Auslands-Instituts in Stuttgart; 1927-1934 Mitglied der Historischen Reichskommission; 1928-1948 Vorsitzender der deutschen Dante-Gesellschaft; seit 1930 ord. Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften in Leipzig; Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin; Mitglied der Historischen Kommission für das Reichsarchiv; Mitglied der Straßburger wissenschaftl. Gesellschaft; Vf. zahlreicher Studien zur Geschichte des Mittelalters und der Renaissance, politischer Schriften (u.a. "Deutsche Demokratie, 1919) sowie zweier Autobiographien (in "Die Geschichtswissenschaft der Gegen "Historiker in meiner Zeit", 1957); Hrsg. der "Briefe und Akten zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges" (4 Bde, 1901-1948); Hrsg. der "Beiträge zur Kulturgeschichte des Mittelalters und der Renaissance" (55 Bde, 1907-1939); Hrsg. der Urausgabe von J.Burkhardts "Kultur der Renaissance" (1922); Hrsg. der "Propyläen-Weltgeschichte" (10 Bde, 1931-1933); Hrsg. des Stresemann-Nachlasses (1932-1933); Mithrsg. (1911-1934 mit G.Steinhausen, seit 1934 Hrsg.) des "Archivs für Kulturgeschichte"; Mithrsg. des Sammelbandes "Deutschland und der Friede" (1918); Mithrsg. der Zeitschrift des Nationalsozialen Vereins, "Die Hilfe" (1920). Mai 1933 vorzeitige Versetzung in den Ruhestand ohne Rechte eines Emeritus; Herbst 1933 Umwandlung der Ruhestandsversetzung in Emeritierung; zog sich aus dem öffentlichen Leben zurück; seit Sommer 1933 wohnhaft in Gräfelfing (b. München). Sommer 1946 Gastprofessor (während des Semesters Berufung zum Lehrbeauftragten), Herbst 1946-1947 Lehrstuhlvertretung (Mittlere und Neuere Geschichte), Okt. 1947-Dez. 1951 zunächst Privatdozent, dann auß Herbst 1946 Wiederbegründer, bis 1951 Präsident, seit 1951 Ehrenpräsident der Münchner Historischen Kommission; Begründer, bis 1951 Leiter der Neuen Deutschen Biographie in München; Wiederbegründer, bis Ostern 1948 Vorsitzender der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica mit Sitz in München; seit 1947 ord. Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. MdR: Juni 1920-Mai 1924 WK 32 (Leipzig) => DDP; Mai 1924-Mai 1928 WK 29 (Leipzig) => DDP. MdR-Auschüsse Reichshaushalt: R1.



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