BIORAB Weimar

Personendaten

Zur Person
Name: Hermann GÖRING kein Bild online
Geschlecht: m
Geboren: 12.1.1893
in: Rosenheim
Gestorben: 15.10.1946
in: Nürnberg
Religion: ev.
Bildungsstand: Kein Tondokument online
Erlernter Beruf: LEUTNANT
Vaterberuf: REICHSKOMMISSAR MINISTERPRAESIDENT

Familienstand
lfd. No. Stand Jahr  
1 verh. 1.Ehe 1922  
2 verw. 1931  
3 verh. 2.Ehe 1935  

Ausbildung und politische Karriere

Ausbildungsgang
Abfolge Ausbildung Ort von bis
1 Volksschule
2 Gymnasien Fürth (b. Nürnberg), Ansbach (Mittelfranken) 1905
3 Kadettenkorps Karlsruhe 1905 1909
4 Hauptkadettenanstalt Groß-Lichterfelde (b. Berlin) 1909 1912
5 Studium (Geschichte, Nationalökonomie) München 1922 1923

Mitglied des Reichstags
von bis Wahlkreis Leg.-Per. Dauer der Leg.-Per.
5/1928 9/1930 20 5/1928 - 9/1930
9/1930 7/1932 21 9/1930 - 7/1932
7/1932 11/1932 22 7/1932 - 11/1932
11/1932 3/1933 23 11/1932 - 3/1933
3/1933 5/1945 24 3/1933 - 6/1933

  • Kein MdL

  • Kein Mitglied des Deutschen Bundestages

  • kein Mitglied eines Landtages nach 1945

  • Kein Mitglied der Volkskammer der DDR

Verbleib nach 1945
von bis Ort Bemerkung
Mai 1945 Verhaftung auf der Flucht durch US-Truppen im Zillertal (Tirol);
seit Sept. 1945 in Haft in Nürnberg;
Nov. 1945-Okt. 1946 Anklage als Hauptkriegsverbrecher durch den Alliierten Militärgerichtshof in Nürnberg;
Okt. 1946 Verurteilung zum Tode durch den Alliierten Militärgerichtshof wegen Verschwörung gegen den Frieden, Verbrechen bei der Kriegführung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit;
Okt. 1946 Selbstmord im Gerichtsgefängnis Nürnberg.

Lebenslauf

Werdegang
Geboren 1893 (12. 1.) Rosenheim (Oberbayern); gestorben 1946 (15.10.) Nürnberg (Selbstmord); Sohn eines höheren Kolonialbeamten (Reichskommissar für Deutsch-Südwestafrika); ev.; Volksschule; bis 1905 Gymnasien in Fürth (b. Nürnberg) und Ansbach (Mittelfranken), 1905-1909 Kadettenkorps in Karlsruhe; 1909-März 1912 Hauptkadettenanstalt in Groß-Lichterfelde (b. Berlin); 1922-1923 Studium (Geschichte, Nationalökonomie) in München; verh. (1. 1922; 2. 1935); verw. (1931). März 1912-Okt. 1914 Leutnant im Infanterie-Regiment 112 in Mühlhausen (Elsaß); 1914 Bataillonsadjutant; Okt. 1914-Mai 1915 Flugzeugbeobachter, seit Mai 1915 Flugzeugführer; seit März 1916 Jagdflieger; Mai 1917-Juli 1918 Staffelführer einer Jagdstaffel; Oberleutnant; Juli-Nov. 1918 Kommandeur des Jagdgeschwaders "Freiherr von Richthofen"; Abschied als Hauptmann a.D.; 1919-1920 Flieger und Vertreter deutscher Flugzeugfirmen in Dänemark; 1920-1921 Flugleiter bei Svenska Lufttrafik in Stockholm; 1922 NSDAP (Mitglieds-Nr. 23); Dez. 1922-1923 Oberster Führer der SA; Nov. 1923 Teilnahme am Hitler-Putsch in München (schwer verwundet); Nov. 1923-April 1924 Flucht nach Innsbruck; April 1924-Sommer 1925 Aufenthalt in Italien; Sommer 1925-Ende 1926 Schriftsteller in Stockholm; Ende 1926 nach Amnestie (Nov. 1926) Rückkehr nach Deutschland; Vertreter einer Fallschirmfirma in Berlin; Vertreter der Firmen BMW und Heinkel in Berlin; 1927-<1930> Schriftsteller und Flieger in Bayrischzell (BA Miesbach, Obb.); seit Sept. 1930 stellvertr. Vorsitzender der NSDAP-Reichstagsfraktion; Sept. 1930-<1932> politischer Beauftragter A.Hitlers für Berlin; 1931 Gesandter Hitlers zu Ex-Kaiser Wilhelm II in Doorn (Niederlande) und zum Vatikan; Juni 1932 Verurteilung zu RM 300 Geldstrafe durch das Amtsgericht München wegen Vergehens gegen das Republikschutzgesetz (öffentliche Beleidigung der Politiker Wirth, Curtiusund Groener); Aug. 1932-April 1945 Reichstagspräsident; Mitglied der Gesellschaft zum Studium des Faschismus; seit Febr. 1931 Präsidiumsmitglied des Nationalen Deutschen Automobilklubs; Ehrenbürger zahlreicher Städte. Jan. 1933 Reichsminister ohne Geschäftsbereich; Jan. -April 1933 Reichskommissar, April 1933-<1943> Reichsminister für Luftfahrt; Febr. 1933 Reichskommissar für das preußische Innenministerium; Febr. 1933 Begründer der "Hilfspolizei" (aus SA, SS, Stahlhelm und Deutschnationalem Kampfring); seit März 1933 nach dem Reichstagsbrand Organisator der Verhaftungen von Nazigegnern; April 1933-<1943> preußischer Ministerpräsident, April 1933-April 1934 zugleich preußischer Minister des Innern; Juli 1933 Begründer, Juli 1933-<1938> Präsident des preußischen Staatsrats; Sept. 1933 General der Infanterie; Sept. 1933 General der (preußischen) Landespolizei; seit Dez. 1933 Chef der Geheimen Staatspolizei (Gestapo); Juni 1934 Teilnahme an der Niederschlagung des "Röhm-Putsches"; Juli 1934-<1943> Reichsforstmeister und Reichsjägermeister; <1934> Mitglied der Akademie für deutsches Recht; Mitglied des Geheimen Kabinettsrats; Reichswirtschaftsminister; März 1935 General der Flieger; seit Mai 1935 Oberbefehlshaber der Luftwaffe; <1935> Generaloberst; <1936> SA-Obergruppenführer; <1936-1943> Oberbefehlshaber der Luftwaffe; Okt. 1936-<1943> Beauftragter zur Durchführung des Vierjahresplans; seit Jan. 1937 Chef der SA-Wachstandarte Feldherrnhalle; Juli 1937 Begründer der Hermann-Göring-Werke in Salzgitter; Febr. 1938 Generalfeldmarschall; seit 1938 Organisator der Enteignung ("Arisierung") jüdischen Besitzes; <1938> Protektor der Preußischen Akademie der Künste in Berlin; seit Sept. 1939 designierter Nachfolger A.Hitlers; Juli 1940 Reichsmarschall; <1941-1943> Vorsitzender des Ministerrats für die Reichsverteidigung; Organisator des Kunstraubs in den besetzten Gebieten; Präsident der Akademie für Luftfahrtforschung; April 1945 Verhaftung durch ein SS-Kommando und Entlassung aus allen politischen Ämtern wegen Kontaktversuchen zu den westlichen Alliierten; Mai 1945 Entlassung aus der Haft; Vf. politischer Schriften (u.a. "Aufbruch einer Nation", 1934). Mai 1945 Verhaftung auf der Flucht durch US-Truppen im Zillertal (Tirol); seit Sept. 1945 in Haft in Nürnberg; Nov. 1945-Okt. 1946 Anklage als Hauptkriegsverbrecher durch den Alliierten Militärgerichtshof in Nürnberg; Okt. 1946 Verurteilung zum Tode durch den Alliierten Militärgerichtshof wegen Verschwörung gegen den Frieden, Verbrechen bei der Kriegführung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit; Okt. 1946 Selbstmord im Gerichtsgefängnis Nürnberg. MdR: Mai 1928-Sept. 1930 Reichswahlvorschlag => NSDAP; Sept. 1930-Juli 1932 WK 2 (Berlin) => NSDAP; Juli 1932-Mai 1945 WK 4 (Potsdam I) => NSDAP. MdR-Auschüsse Verkehrsangelegenheiten: R5.



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