BIORAB Weimar

Personendaten

Zur Person
Name: Dr.jur. Karl HELFFERICH kein Bild online
Geschlecht: m
Geboren: 22.7.1872
in: Neustadt a.d. Haardt
Gestorben: 23.4.1924
in: -
Religion: ev.
Bildungsstand: Kein Tondokument online
Erlernter Beruf: PRIVATDOZENT
Vaterberuf: TEXTILFABRIKANT

Familienstand
lfd. No. Stand Jahr  
1 verh. 1920  

Ausbildung und politische Karriere

Ausbildungsgang
Abfolge Ausbildung Ort von bis
1 Studium (Rechtswissenschaften) München 1890 1891
2 Studium (Staatswissenschaft) (u.a. bei G.Schmoller und L.Brentano) Berlin
3 Studium (Staatswissenschaft) Straßburg (Elsaß) 1894
4 Promotion zum Dr.jur. Straßburg 1894
5 Habilitation Berlin 1899

Mitglied des Reichstags
von bis Wahlkreis Leg.-Per. Dauer der Leg.-Per.
6/1920 4/1924 17 6/1920 - 5/1924

  • Kein MdL

  • Kein Mitglied des Deutschen Bundestages

  • kein Mitglied eines Landtages nach 1945

  • Kein Mitglied der Volkskammer der DDR

Lebenslauf

Werdegang
Geboren 1872 (22. 7.) Neustadt a.d. Haardt (Pfalz); gestorben 1924 (23. 4.) b. Bellinzona (Schweiz) durch Eisenbahnunglück; Sohn eines Textilfabrikanten und Kommerzienrats; ev.; bis 1890 Gymnasium in Neustadt a.d. Haardt; 1890-1891 Studium (Rechtswissenschaften) in München; <1891> Militärdienst; Studium (Staatswissenschaft) in Berlin (u.a. bei G.Schmoller und L.Brentano), bis 1894 in Straßburg (Elsaß); 1894 Promotion zum Dr.jur. in Straßburg; 1899 Habilitation in Berlin; verh. (1920). 1894-1899 ausgedehnte Reisen; 1899-1901 Privatdozent (Staatswissenschaft) an der Universität Berlin; 1900-<1901> Privatdozent (Kolonialpolitik) am Seminar für orientalische Sprachen der Universität Berlin; 1901/1902 Titel eines außerord. Professors; 1901-1906 Referent (1902 Legationsrat, 1904 Wirklicher Legationsrat, 1905 Vortragender Rat) für wirtschaftl. Angelegenheiten in der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amts; 1903 Delegierter der deutschen Regierung bei den Verhandlungen der amerikanisch-mexikanischen Währungskommission in Berlin; Mai 1906-1908 Direktor der Anatolischen und Bagdad-Eisenbahn in Konstantinopel; 1908-Febr. 1915 Direktor der Deutschen Bank in Berlin; 1913 Delegierter der deutschen Regierung bei der internationalen Finanzkonferenz zur Regelung der Balkanfrage in Paris; Febr. 1915-Mai 1916 Staatssekretär im Reichsschatzamt, März 1915- zugleich preußischer Staatsminister; Mai 1916-Okt. 1917 Staatssekretär im Reichsamt des Inneren, Mai 1916-Nov. 1917 zugleich Stellvertreter des Reichskanzlers (Rücktritt auf Druck der Reichstagsmehrheit unter M.Erzberger); 1918 Leiter der Zentralstelle zur Vorbereitung der wirtschaftlichen Friedensbedingungen; Mitarbeit an der Ausarbeitung der Friedensverträge von Brest-Litowsk (März 1918) und Bukarest (Mai 1918); Juli-Aug. 1918 deutscher Gesandter in Moskau; 1919 DNVP; Mitglied im zentralen DNVP-Vorstand; Jan. -März 1920 Beleidigungsprozeß Erzberger-Helfferich vor dem Landgericht Berlin (teilweise bestätigte Verquickungen privater und öffentlicher Interessen führten zum RücktrittM.Erzbergers); Okt. 1922- Mitglied im "Viererkollegium" der DNVP; 1910-Jan. 1915 Mitglied im Zentralausschuß der Reichsbank; <1914> Mitglied des "Mittwochabend"; <1915> Mitglied der Deutschen Gesellschaft; <1915> Mitglied der Reichsdeutschen Waffenbrüderlichen Vereinigung; <1919> Beiratsmitglied des Berliner Nationalklubs; Mitglied im Juniklub; Mitglied mehrerer Aufsichtsräte; 1915 Ehrenbürger der Stadt Neustadt a.d. Haardt; Vf. zahlreicher politischer (u.a. "Fort mit Erzberger", 1919) und wirtschaftspolitischer Schriften (u.a. "Das Geld", 1903) sowie einer Biographie seines Schwiegervaters("Georg von Siemens", 1921-1923). MdR: Juni 1920-April 1924 WK 21 (Hessen-Nassau) => DNVP. MdR-Auschüsse Reichshaushalt: R1; Steuerfragen: R1; Auswärtige Angelegenheiten: R1.



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