BIORAB Weimar

Personendaten

Zur Person
Name: Prof.Dr.phil., Dr.med. Willy HELLPACH kein Bild online
Geschlecht: m
Geboren: 26.2.1877
in: Öls
Gestorben: 6.7.1955
in: Heidelberg
Religion: ev.
Bildungsstand: Kein Tondokument online
Erlernter Beruf: ASSISTENT UNI
Vaterberuf: GERICHTSKALKULATOR

Familienstand
lfd. No. Stand Jahr  
1 verh. 1904  

Ausbildung und politische Karriere

Ausbildungsgang
Abfolge Ausbildung Ort von bis
1 Volksschule Landeshut i.Schlesien 1883 1886
2 Studium (Medizin) Greifswald 1895 1897
3 Studium (Medizin) Leipzig 1897 1900
4 Studium (Medizin, Philosophie, Experimentalpsychologie) Leipzig 1900 1901
5 medizinisches Staatsexamen Greifswald 1900 1901
6 Approbation Greifswald 1901
7 Promotion zum Dr.med. Heidelberg 1903
8 Promotion zum Dr.phil. Leipzig 1900
9 Habilitation (Psychologie) Heidelberg 1906

Mitglied des Reichstags
von bis Wahlkreis Leg.-Per. Dauer der Leg.-Per.
5/1928 3/1930 20 5/1928 - 9/1930

  • Kein MdL

  • Kein Mitglied des Deutschen Bundestages

  • kein Mitglied eines Landtages nach 1945

  • Kein Mitglied der Volkskammer der DDR

Verbleib nach 1945
von bis Ort Bemerkung
1946 Lehrbeauftragter (Sozial-und Völkerpsychologie) der Lehrerbildungsanstalt in Heidelberg;
1949 ord. Prof. an der TH Karlsruhe;
März 1950 Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychologie;
1951 Ehrenmitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur;
ord. Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Heidelberg.

Lebenslauf

Werdegang
Geboren 1877 (26. 2.) Öls (Prov. Schlesien); gestorben 1955 ( 6. 7.) Heidelberg; Sohn eines Kreisgerichts-Kalkulators; ev.; 1883-1886 Volksschule in Landeshut i.Schlesien; 1886-1895 Realgymnasium in Landeshut; 1895-1897 Studium (Medizin) in Greifswald, 1897-1900 in Leipzig, 1900-1901 (Medizin, Philosophie, Experimentalpsychologie) in Leipzig; Jan. 1900 Promotion zum Dr.phil. in Leipzig; 1900-1901 medizinisches Staatsexamen in Greifswald; 1900-1901 Militärdienst; 1901 Approbation in Greifswald; Dez. 1903 Promotion zum Dr.med. in Heidelberg; 1906 Habilitation (Psychologie) in Heidelberg für die TH Karlsruhe; verh. (1904). Okt. 1901-Sept. 1902 Volontärarzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Heidelberg, Okt. 1902-Sept. 1903 an einer Nerven-Poliklinik in Berlin; 1904-1922 (niedergelassener) Nervenarzt in Karlsruhe; 1906-Dez. 1911 Privatdozent (angewandte Psychologie), Dez. 1911-1920 außerord. Prof., 1920-1922 planm. außerord. Prof. (angewandte Psychologie) an der TH Karlsruhe; 1920-<1922> zugleich Direktor des Instituts für Sozialpsychologie, Dez. 1921-Dez. 1925 ord. Hon.Prof. an der TH Karlsruhe; während des 1. Weltkriegs zunächst in einer Sanitätskompanie, später Chefarzt in Nervenlazaretten der Heimat; 1919-Sept. 1930 DDP; Mitglied im zentralen DDP-Parteivorstand; Okt. 1922-Nov. 1925 badischer Minister des Kultus und des Unterrichts; 1922-1925 Mitglied im Reichsrat; 1923-1924 stellvertr. badischer Staatspräsident; Nov. 1924-Nov. 1925 badischer Staatspräsident; März 1925 DDP-Kandidat zur Reichspräsidentenwahl; 1925-1930 stellvertr. DDP-Vorsitzender bzw. stellvertr. Vorsitzender des DDP-Parteiausschusses; Jan. 1926-Juli 1955 ord. Hon.Prof. (allgem. und angewandte Sozial-und Völkerpsychologie) an der Universität Heidelberg; März 1930 Niederlegung aller politischen Ämter wegen des Bündnisses von DDP und Jungdeutschem Orden; Okt. 1930 Austritt aus der DDP; 1898-1903 Mitarbeiter der "Sozialistischen Monatshefte" (unter dem Pseudonym Ernst Gystrow); 1907-1920 (nebenamtl.) Redakteur der "Ärztlichen Mitteilungen" des Leipziger Ärzteverbands; 1922-<1928> Hrsg. der "Sozialpsychologischen Forschungen"; 1925-1933 politischer Mitarbeiter der "Neuen Zürcher Zeitung", "Neuen Freien Presse" in Wien, "Frankfurter Zeitung", "Kölnischen Zeitung" und "Nacion" in Argentinien; 1929-<1930> Mitglied im Reichsgesundheitsrat; Hrsg. der Internationalen Jahresberichte für Erziehungswissenschaft; vor 1933 Mitglied der Vereinigung verfassungstreuer Hochschullehrer; Ehrenmitglied des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold; Vf. zahlreicher psychologischer und politischer Schriften (u.a. "Die geopsychischen Erscheinungen", 1911; "Einführung in die Völkerpsychologie", 1938; "Der deutsche Charakter", 1954) und Aufsätze sowie mehrerer psychologischer Lehrbücher und einer Autobiographie ("Wirken in Wirren", 1947 und 1949; "Hellpach-Memoiren 1925-1945", 1987); Mitglied mehrerer psychologischer und medizinischer Vereinigungen. Juli 1933 Besoldungsabstufung und Aberkennung des Anrechts auf Emeritierung; seit 1942 Direktor des Psychologischen Instituts der Universität Heidelberg; seit 1942 Mitarbeiter der Zeitschrift "Psychopolitik" in Den Haag; seit 1944 Mitglied der Leopoldinischen Akademie der Naturwissenschaften in Halle a.d. Saale. 1946 Lehrbeauftragter (Sozial-und Völkerpsychologie) der Lehrerbildungsanstalt in Heidelberg; 1949 ord. Prof. an der TH Karlsruhe; März 1950 Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychologie; 1951 Ehrenmitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur; ord. Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Heidelberg. MdR: Mai 1928-März 1930 Reichswahlvorschlag => DDP (Mandatsniederlegung).



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