BIORAB Weimar

Personendaten

Zur Person
Name: Dr.med. Rudolf HILFERDING kein Bild online
Geschlecht: m
Geboren: 10.8.1877
in: Wien
Gestorben: 12.2.1941
in: Paris
Religion: jüd., später diss.
Bildungsstand: Kein Tondokument online
Erlernter Beruf: KINDERARZT
Vaterberuf: VERSICHERUNGSKAUFMANN

Familienstand
lfd. No. Stand Jahr  
1 verh. 1.Ehe 1904  
2 verh. 2.Ehe 1923  

Ausbildung und politische Karriere

Ausbildungsgang
Abfolge Ausbildung Ort von bis
1 Studium (Medizin) Wien
2 Promotion zum Dr.med. Wien 1901

Mitglied des Reichstags
von bis Wahlkreis Leg.-Per. Dauer der Leg.-Per.
5/1924 12/1924 18 5/1924 - 12/1924
12/1924 5/1928 19 12/1924 - 5/1928
5/1928 9/1930 20 5/1928 - 9/1930
9/1930 7/1932 21 9/1930 - 7/1932
7/1932 11/1932 22 7/1932 - 11/1932
11/1932 3/1933 23 11/1932 - 3/1933
3/1933 6/1933 24 3/1933 - 6/1933

  • Kein MdL

  • Kein Mitglied des Deutschen Bundestages

  • kein Mitglied eines Landtages nach 1945

  • Kein Mitglied der Volkskammer der DDR

Lebenslauf

Werdegang
Geboren 1877 (10.8.) Wien (Österreich); gestorben 1941 (12.2.) Paris (Frankreich); Sohn eines Versicherungsangestellten; jüd., sp. diss.; Gymnasium in Wien; Studium (Medizin) in Wien (Freie Vereinigung Sozialistischer Studenten), 1901 Promotion zum Dr.med. in Wien; verh. (1.1904,2.1923). 1901-1906 Kinderarzt in Wien, zugleich volkswirtschaftliche Studien und Tätigkeit als Schriftsteller; 1904-1923 Mitherausgeber der "Marxstudien"; 1906 Redakteur der "Neuen Zeit"; Nov. 1906-Sept. 1907 Lehrer an der zentralen SPD-Parteischule in Berlin; 1907-1915 Redakteur am "Vorwärts" in Berlin; Ende 1915-1918 Militärarzt in der österreichisch-ungarischen Armee; 1917 USPD; Nov. 1918-März 1922 Redakteur des USPD-Zentralorgans "Die Freiheit" in Berlin; seit Dez. 1918 Mitglied der Sozialisierungskommission; nach 1918 Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft; 1920-1925 Mitglied des Reichswirtschaftsrats; Jan. 1922-Sept. 1922 Beisitzer im zentralen USPD-Parteivorstand; 1922 erneut SPD; Sept. 1922-März 1933 Beisitzer im zentralen SPD-Parteivorstand; Okt. 1922-Nov. 1922 Unterstaatssekretär im Reichswirtschaftsministerium; Aug. 1923-Okt. 1923 Reichsfinanzminister; Apr.1924-1933 Herausgeber der theoretischen Monatsschrift "Die Gesellschaft. Internationale Revue für Sozialismus und Politik"; 1925 Mitverfasser des Heidelberger Programms, Vorsitzender der SPD-Agrarkommission; Juni 1928-Dez. 1929 erneut Reichsfinanzminister; Vf. zahlreicher theoretischer und politischer Schriften (u.a. "Das Finanzkapital. Eine Studie über die jüngste Entwicklung des Kapitalismus", 1910). März 1933 Dänemark, dann Schweiz, 1938 Frankreich, Dez. 1940 Zwangsaufenthalt in Arles und Auslieferung an die Gestapo, soll nach offiziellen Angaben im Pariser Gefängnis Sante Selbstmordbegangen haben. MdR: Mai 1924-Juli 1932 Reichswahlvorschlag => SPD. Juli 1932-22.Juni 1933 WK 22 (Düsseldorf-Ost) => SPD.



Informationen aus weiteren Datenbanken: