BIORAB Weimar

Personendaten

Zur Person
Name: Dr.rer.pol. Wilhelm KÜLZ kein Bild online
Geschlecht: m
Geboren: 18.2.1875
in: Borna
Gestorben: 10.4.1948
in: Berlin (-Ost)
Religion: ev.-luth.
Bildungsstand: Kein Tondokument online
Erlernter Beruf: REFERENDAR STADTRAT
Vaterberuf: PFARRER

Familienstand
lfd. No. Stand Jahr  
1 verh. 1901  

Ausbildung und politische Karriere

Ausbildungsgang
Abfolge Ausbildung Ort von bis
1 Studium (Rechts-und Staatswissenschaften) Leipzig 1894 1897
2 1. juristische Staatsprüfung Leipzig 1897
3 2. juristische Staatsprüfung Dresden 1901
4 Promotion zum Dr.rer.pol. Tübingen 1901

Mitglied des Reichstags
von bis Wahlkreis Leg.-Per. Dauer der Leg.-Per.
1/1920 6/1920 16 1/1919 - 6/1920
6/1920 5/1924 17 6/1920 - 5/1924
5/1924 12/1924 18 5/1924 - 12/1924
12/1924 5/1928 19 12/1924 - 5/1928
5/1928 9/1930 20 5/1928 - 9/1930
9/1930 7/1932 21 9/1930 - 7/1932

Mitglied eines Landtags
von bis Landtag Fraktion.
1906 1912 Schaumburg-Lippe NL?

  • Kein Mitglied des Deutschen Bundestages

  • kein Mitglied eines Landtages nach 1945

  • Kein Mitglied der Volkskammer der DDR

Verbleib nach 1945
von bis Ort Bemerkung
Juni 1945 Mitbegründer der DDP (Juli 1945 in LDPD umbenannt), Juli-Nov. 1945 stellvertr. LDPD-Vorsitzender, Nov. 1945 bis zu seinem Tode 1.LDPD-Vorsitzender in der SBZ;
Aug. 1945 bis zu seinem Tode zugleich 1.Hrsg. des Parteiorgans "Der Morgen";
Juli 1945 Mitbegründer des Gemeinsamen Ausschusses der antifaschistisch-demokratischen Parteien ("Block");
Juli 1946- Mitglied im vorläufigen Vorstand der (gesamtdeutschen) LDPD;
Okt. 1946-Febr. 1948 LDPD-Stadtverordneter in Berlin;
März 1947- Vorsitzender (mit Th.Heuss) der Demokratischen Partei Deutschlands;
Nov. 1947 Delegierter des Deutschen Volkskongresses zur Außenministerkonferenz in London;
Dez. 1947 und März 1948 LDPD-Vertreter auf den Deutschen Volkskongressen in Berlin;
Dez. 1947-März 1948 Mitglied im Ständigen Ausschuß des Deutschen Volkskongresses;
März 1948 bis zu seinem Tode Vorsitzender (neben W.Pieck und O.Nuschke) des Präsidiums des Deutschen Volksrats in der SBZ;
1946 Ehrenbürger der Stadt Plauen i.Vogtland;
Vf. der "Lebenserinnerungen" (1945).

Lebenslauf

Werdegang
Geboren 1875 (18. 2.) Borna (KH Leipzig); gestorben 1948 (10. 4.) Berlin (Ost); Sohn eines Pfarrers; ev.-luth.; 1888-1894 Gymnasium in Grimma i.Sachsen (KH Dresden); 1894-1897 Studium (Rechts-und Staatswissenschaften) in Leipzig (Akadem. Gesangverein Arion); Juli 1897 1. juristische Staatsprüfung in Leipzig, 1901 2. juristische Staatsprüfung in Dresden; Okt. 1897-Sept. 1898 Militärdienst (Unteroffizier d.R.); 1901 Promotion zum Dr.rer.pol. in Tübingen; verh. (1901). Nov. 1896 Mitbegründer des Nationalsozialen Vereins in Erfurt; Aug. -Sept. 1897 und Okt. 1898-April 1899 Rechtsreferendar beim Amtsgericht Leipzig (Unterbrechung durch Militärdienst); Mai 1899-Juli 1900 Rechtsreferendar beim Amtsgericht Hainichen i.Sachsen (AH Döbeln); Juli-Aug. 1900 Vertretung des Amtsanwalts beim Amtsgericht Hainichen; Aug. -Sept. 1900 Vertretung in einer Rechtsanwaltskanzlei in Leipzig; Okt. 1900-Jan. 1901 jurist. Hilfsarbeiter, Febr. -Mai 1901 Ratsreferendar beim Rat der Stadt Leipzig; Juli 1901-Febr. 1903 zunächst 1.jurist. Hilfsarbeiter (Stadtschreiber, d.i. Syndikus), mit der 2.jurist. Staatsprüfung Ratsassessor (Oberstadtschreiber) beim Rat der Stadt Zittau (KH Bautzen); März 1903-Aug. 1904 1.(besoldeter) Stadtrat und stellvertr. Bürgermeister in Meerane i.Sachsen (AH Glauchau); Aug. 1904-Okt. 1909 Bürgermeister, Okt. 1909-Aug. 1912 Oberbürgermeister in Bückeburg (Schaumburg-Lippe); <1909> zugleich Präsident des Schaumburg-lippischen Landtags; Nov. 1907-Nov. 1908 Kommissar des Reichskolonialamts und Referent für kommunale Selbstverwaltungseinrichtungen in Windhuk (Deutsch-Südwestafrika); Aug. 1912-Juli 1923 Oberbürgermeister in Zittau; <1912> Mitglied im Kreisausschuß des Regierungsbezirks Bautzen; Aug. 1914-Aug. 1918 Kriegsteilnehmer (Hauptmann d.R.); 1919 DDP; seit 1919 Mitglied im DDP-Parteiausschuß; 1920-1933 DDP-Landesvorsitzender in Sachsen; Aug. 1923-Jan. 1926 2.Bürgermeister in Dresden; Aug. 1923 wegen angeblicher Kriegsverbrechen durch ein französisches Kriegsgericht in Abwesenheit zum Tode verurteilt (später durch das Reichsgericht rehabilitiert); vor 1933 DDP-Stadtverordneter in Dresden; Febr. 1924 Mitbegründer des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold; Jan. 1926-Jan. 1927 Reichsinnenminister; März 1927-1928 Reichskommissar der Internationalen Presseausstellung "Pressa" in Köln (1928); seit Aug. 1928 Vorstandsmitglied des Deutschen Städtetags; April 1929-Juli 1932 geschäftsführender DDP-Vorsitzender; 1930 Reichskommissar der Internationalen Hygiene-Ausstellung in Dresden; April 1931-Juli 1933 Oberbürgermeister in Dresden; Mitglied im Demokratischen Klub; Mitglied im Ehrenpräsidium des Bundes der Auslandsdeutschen; <1926-1938> Mitglied im Verein für das Deutschtum im Ausland (VDA); Mitglied im Verein zur Abwehr des Antisemitismus; <1926> Mitglied der Liberalen Vereinigung; 1927-<1933> Vorsitzender der Union Internationale de Secours aux Populations frapp/es (Organisation des Völkerbunds zur Hilfeleistung bei Naturkatastrophen); <1927-1928> Vorsitzender der Landesgruppe Sachsen-Thüringen der Deutsch-Österreichischen Arbeitsgemeinschaft; 1929-1931 1.Vorsitzender des Bundes für koloniale Erneuerung; März 1930-Mai 1932 1.Vorsitzender des Reichsbunds der höheren Beamten; Dez. 1932-1933 Mitglied im vorl. Reichswirtschaftsrat (Vertreter des Hausbesitzes); 1.Präsident der Deutschen Weltwirtschaftlichen Gesellschaft; 1931-1934 Aufsichtsratsmitglied der Rüttgerswerke; Vf. zahlreicher verwaltungsrechtlicher und politischer Schriften (u.a. "Die Selbstverwaltung für Deutsch-Südafrika", 1909; "Die Gemeindepolitik der DDP", 1920). März 1933 vom Amt des Oberbürgermeisters in Dresden "beurlaubt", mit Wirkung vom Nov. 1933 entlassen wegen angeblicher Bekämpfung der vaterländischen Verbände als Reichsinnenminister und wegen angebliche Sept. 1934 für 4 Stunden, später 2 Tage in Schutzhaft in Dresden; seit März 1935 wohnhaft in Berlin-Wilmersdorf; 1938-1945 Leitung des Unternehmens "Beratung und Vertretung von Kommunen" (später umbenannt in Kredit-und Vermögensberatung GmbH) zur Vermögens-und Hausverwaltung von ausländischem jüdischen Besitz in De seit Ende der dreißiger bis Anfang der vierziger Jahre Leiter der Mittwochabend-Gesellschaft (Delbrück) in Berlin. Juni 1945 Mitbegründer der DDP (Juli 1945 in LDPD umbenannt), Juli-Nov. 1945 stellvertr. LDPD-Vorsitzender, Nov. 1945 bis zu seinem Tode 1.LDPD-Vorsitzender in der SBZ; Aug. 1945 bis zu seinem Tode zugleich 1.Hrsg. des Parteiorgans "Der Morgen"; Juli 1945 Mitbegründer des Gemeinsamen Ausschusses der antifaschistisch-demokratischen Parteien ("Block"); Juli 1946- Mitglied im vorläufigen Vorstand der (gesamtdeutschen) LDPD; Okt. 1946-Febr. 1948 LDPD-Stadtverordneter in Berlin; März 1947- Vorsitzender (mit Th.Heuss) der Demokratischen Partei Deutschlands; Nov. 1947 Delegierter des Deutschen Volkskongresses zur Außenministerkonferenz in London; Dez. 1947 und März 1948 LDPD-Vertreter auf den Deutschen Volkskongressen in Berlin; Dez. 1947-März 1948 Mitglied im Ständigen Ausschuß des Deutschen Volkskongresses; März 1948 bis zu seinem Tode Vorsitzender (neben W.Pieck und O.Nuschke) des Präsidiums des Deutschen Volksrats in der SBZ; 1946 Ehrenbürger der Stadt Plauen i.Vogtland; Vf. der "Lebenserinnerungen" (1945). MdR: Jan. 1920-Juni 1920 WK 28 (Sachsen 1) => DDP; Juni 1920-Mai 1924 WK 31 (Dresden-Bautzen) => DDP; Mai 1924-Sept. 1930 WK 28 (Dresden-Bautzen) => DDP; Sept. 1930-Juli 1932 WK 29 (Leipzig) => DStP. MdR-Auschüsse Soziale Angelegenheiten: NV,R4; Petitionen: R1; Wohnungswesen: R3 (Vors.); Reichshaushalt: R4; Beamtenangelegenheiten: R4,R5. MdL 1906-1912 Schaumburg-Lippe => NL?



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