BIORAB Weimar

Personendaten

Zur Person
Name: Adolf-Heinz BECKERLE kein Bild online
Geschlecht: m
Geboren: 4.2.1902
in: Frankfurt (Main)
Gestorben: 3.4.1976
in: Frankfurt (Main)
Religion: kath.
Bildungsstand: Kein Tondokument online
Erlernter Beruf: KAUFMAENN ANGEST
Vaterberuf:

Familienstand
lfd. No. Stand Jahr  
1 verh. 1935  

Ausbildung und politische Karriere

Ausbildungsgang
Abfolge Ausbildung Ort von bis
1 Studium (zunächst Volkswirtschaft, dann Rechtswissenschaft, Philosophie, Medizin) (Landsmannschaft Nibelungia)

Mitglied des Reichstags
von bis Wahlkreis Leg.-Per. Dauer der Leg.-Per.
7/1932 11/1932 22 7/1932 - 11/1932
11/1932 3/1933 23 11/1932 - 3/1933
3/1933 5/1945 24 3/1933 - 6/1933

Mitglied eines Landtags
von bis Landtag Fraktion.
1932 - Preußen NSDAP

  • Kein Mitglied des Deutschen Bundestages

  • kein Mitglied eines Landtages nach 1945

  • Kein Mitglied der Volkskammer der DDR

Verbleib nach 1945
von bis Ort Bemerkung
10/1955 in sowjetischer Haft;
Verurteilung zu 25 Jahren Gefängnis,;
3/1950 Verurteilung (in Abwesenheit) durch die Zentralspruchkammer Hessen-Süd als Hauptschuldiger zu 3 Jahren Arbeitslager;
1959 Tätigkeit in einem Industriebetrieb in Neu-Isenburg (b. Frankfurt a.M.);
10/1959 Verhaftungen (wegen Beteiligung an der Deportation bulgarischer Juden);
5/1960 Verhaftungen (wegen Beteiligung an der Deportation bulgarischer Juden);
3/1966 Anklage durch die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt a.M. wegen Mordes bzw. Mitwirkung an der Deportation von 11.343 mazedonischen und thrazischen Juden nachTreblinka;
6/1968 Verfahren wegen Verhandlungsunfähigkeit des Angeklagten vorläufig eingestellt.

Lebenslauf

Werdegang
Geboren 1902 (4.2.) Frankfurt a.Main; gestorben 1976 (3.4.) Frankfurt a.Main; Sohn eines Postamtmanns; kath.; bis 1921 Realgymnasium in Frankfurt a.M. (Abitur); Studium (zunächst Volkswirtschaft, dann Rechtswissenschaft, Philosophie, Medizin) (Landsmannschaft Nibelungia); 1927 Diplom-Volkswirt in Frankfurt a.M.; verh. (1935). Tätigkeiten in Industrie, Wirtschaft, Handel und Banken in Frankfurt a.M.; längere Auslandsaufenthalte in Nord-und Südamerika, u.a. 1 Jahr in Argentinien und Paraguay; 1921 Jungdeutscher Orden, 1922 Verband national gesinnter Soldaten, 1922 Wikingbund, 1925 Eiserne Schar; 1925-1926 Offiziersanwärter bei der Preußischen Schutzpolizei (Polizeischule Hannoversch-Münden); Aug. 1922 NSDAP, Sept. 1928 SA und Wiedereintritt in die NSDAP; seit 1928 SA-Führer; April 1929 SA-Sturmführer; Jan. 1930 SA-Standartenführer; Dez. 1930 SA-Brigadeführer; seit März 1931 SA-Oberführer, Juli 1932-Juni 1933 Führer der SA-Untergruppe Hessen-Nassau-Süd; vor 1933 mehrere leichtere politische Strafen. Seit März 1933 SA-Gruppenführer; Juli 1933-Jan. 1942 Führer der SA-Gruppe Hessen, seit <1938> SA-Obergruppenführer; Sept. 1933-1939 Polizeipräsident in Frankfurt a.M.; seit 1933 Gaubeauftragter des Reichssportführers bzw. Gauführer des Reichsbundes für Leibesübungen; Mitglied des deutschen olympischen Komitees; seit Mai 1937 Mitglied der Reichsschrifttumskammer; Nov. 1937 SA-Obergruppenführer; 1939 Polizeipräsident in Litzmannstadt (Lodz); 1940 Kriegsteilnehmer (Leutnant); Juni 1941-Sept. 1944 deutscher Gesandter in Sofia, dann Verhaftung durch die Rote Armee. Verurteilung zu 25 Jahren Gefängnis, bis Okt. 1955 in sowjetischer Haft; März 1950 Verurteilung (in Abwesenheit) durch die Zentralspruchkammer Hessen-Süd als Hauptschuldiger zu 3 Jahren Arbeitslager; bis 1959 Tätigkeit in einem Industriebetrieb in Neu-Isenburg (b. Frankfurt a.M.); Okt. 1959 und Mai 1960 Verhaftungen (wegen Beteiligung an der Deportation bulgarischer Juden); März 1966 Anklage durch die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt a.M. wegen Mordes bzw. Mitwirkung an der Deportation von 11.343 mazedonischen und thrazischen Juden nachTreblinka; Juni 1968 Verfahren wegen Verhandlungsunfähigkeit des Angeklagten vorläufig eingestellt. MdR: Juli 1932-Mai 1945 WK 19 (Hessen-Nassau) => NSDAP. MdL 1932 Preußen => NSDAP.



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