BIORAB Weimar

Personendaten

Zur Person
Name: Dr.phil. Robert LEY kein Bild online
Geschlecht: m
Geboren: 15.2.1890
in: Niederbreidenbach
Gestorben: 25.10.1945
in: Nürnberg
Religion: ev., später gottgl.
Bildungsstand: Kein Tondokument online
Erlernter Beruf: ASSISTENT NAHRUNGSMITTELAMT MUENSTR
Vaterberuf: LANDWIRT SELBST

Familienstand
lfd. No. Stand Jahr  
1 verh.  
2 verw. 1943  

Ausbildung und politische Karriere

Ausbildungsgang
Abfolge Ausbildung Ort von bis
1 Volksschule Grunewald 1898 1903
2 Prüfung zum Nahrungsmittelchemiker
3 Studium (Nahrungsmittelchemie) Jena 1910 1914
4 Studium (Nahrungsmittelchemie) Bonn 1920
5 Studium (Nahrungsmittelchemie) Münster (Westf.) 1920
6 Promotion zum Dr.phil. Münster (Westf.) 1920

Mitglied des Reichstags
von bis Wahlkreis Leg.-Per. Dauer der Leg.-Per.
9/1930 7/1932 21 9/1930 - 7/1932
7/1932 11/1932 22 7/1932 - 11/1932
11/1932 3/1933 23 11/1932 - 3/1933
3/1933 5/1945 24 3/1933 - 6/1933

Mitglied eines Landtags
von bis Landtag Fraktion.
1928 1929 Preußen NSDAP

  • Kein Mitglied des Deutschen Bundestages

  • kein Mitglied eines Landtages nach 1945

  • Kein Mitglied der Volkskammer der DDR

Verbleib nach 1945
von bis Ort Bemerkung
Mai 1945 Verhaftung durch US-Truppen b. Berchtesgaden;
Anklage als Hauptkriegsverbrecher durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg;
Okt. 1945 vor Prozeßbeginn Selbstmord im Gerichtsgefängnis Nürnberg.

Lebenslauf

Werdegang
Geboren 1890 (15. 2.) Niederbreidenbach (Krs. Gummersbach, Prov. Rheinland); gestorben 1945 (25.10.) Nürnberg (Selbstmord); Sohn eines Landwirts; ev., später gottgl.; März 1898-Juni 1903 Volksschule in Grunewald; seit Juni 1903 Realschule in Ruppichteroth (b. Waldbröl, Prov. Rheinland); bis 1910 Oberrealschule in Elberfeld (Prov. Rheinland); 1910-1914 Studium (Nahrungsmittelchemie) in Jena, Bonn und 1920 in Münster (Westf.) (Studentenverbindung Sängerschaft St.Paulus); Prüfung zum Nahrungsmittelchemiker; Juni 1920 Promotion zum Dr.phil. in Münster; verh.; verw. (1943). Aug. 1914-Juli 1917 Kriegsteilnehmer (Leutnant d.R.); Juli 1917-Jan. 1920 in französischer Kriegsgefangenschaft; 1920-1921 Assistent am Nahrungsmittelamt Münster (Westf.); 1921-Dez. 1927 Chemiker bei der Bayer AG in Leverkusen (Entlassung nach Angriffen gegen den jüdischen Bankier und Aufsichtsrat M.Warburg); seit <1923> in der völkischen Bewegung aktiv; 1923 Teilnahme am Ruhrkampf; März 1924-1925 NF; März 1924-1925 Gauleiter des NF-Gaues Rheinland; 1925 NSDAP; Juli 1925-Sept. 1928 Gauleiter des NSDAP-Gaues Rheinland-Süd, Sept. 1928-April 1931 des NSDAP-Gaues Rheinland; 1925 Begründer, seit 1925 Hrsg. der NS-Zeitung "Westdeutscher Beobachter" in Köln; nach 1925 mehrmals verhaftet, insgesamt rund 2 Monate Haft wegen politischer Betätigung; 1927-1943 Hrsg. des "Nationalsozialistischen Jahrbuchs"; 1928-<1930> wohnhaft in Köln; April 1929 Begründer der NS-Tageszeitung "Oberbergischer Bote" in Gummersbach; Okt. 1931-Juni 1932 stellvertr. Stabsleiter (Reichsorganisations-Inspekteur), Juni-Nov. 1932 Reichsinspekteur II, Nov. 1932-Nov. 1934 Stabsleiter der politischen Organisationder NSDAP; seit Nov. 1932 Reichsleiter der NSDAP; Nov. 1932-1945 Hrsg. des "Schulungsbriefs" der NSDAP; Dez. 1932 Amtsleiter der NSDAP. April 1933-<1943> Mitglied, April-Juli 1933 Präsident des preußischen Staatsrats; Mai 1933 Leiter des Staatlichen Aktionskomitees zum Schutz der deutschen Arbeit (zur Gleichschaltung der Gewerkschaften); seit Mai 1933 Führer, <1936-1938> Leiter der DAF, <1943>-1945 Generalarbeitsführer; Juni 1933 Delegierter auf der Internationalen Arbeitskonferenz in Genf; Juli 1933-1945 Mitglied im Generalrat der Wirtschaft; Okt. 1933-1945 Mitglied der Akademie für Deutsches Recht; Nov. 1933 Begründer der NS-Freizeitorganisation "Kraft durch Freude" (KdF); Hrsg. der Zeitschrift "Kraft durch Freude"; Dez. 1933-<1935> Mitglied im Ältestenrat des Reichstags; März 1934 Initiator (mit B.v.Schirach) des 1.Reichsberufswettkampfs; Sept. 1934 Initiator des Reichsarbeits-und Wirtschaftsrats; Nov. 1934-<1943> Reichsleiter für das Reichsorganisationsamt (Reichsorganisationsleiter) der NSDAP; Mai 1936 Initiator des Leistungskampfs der Betriebe; seit Juli 1936 Präsident des Internationalen Zentralbüros für Freude und Arbeit; 1936-1943 Hrsg. des (jährlich erschienenen) Organisationshandbuchs der NSDAP; Jan. 1937 SA-Obergruppenführer; General der SA; März 1939 NSFK-Gruppenführer; Nov. 1940-<1943> Reichskommissar für den sozialen Wohnungsbau; Hrsg. des "Amtlichen Nachrichtenblatts der DAF"; Begründer der Adolf-Hitler-Schulen; Begründer der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten (Napola); Mitbegründer und Leiter der NS-Ordensburgen; Initiator der Sparaktion zum Volkswagenbau; bis 1945 Mitglied im Reichskultursenat; Ehrenbürger der Städte Leverkusen, Sonthofen (Allgäu) und Nümbrecht (Krs. Gummersbach); Vf. mehrerer politischer Schriften (u.a. "Durchbruch zur sozialen Ehre", 1935) und der Dienstvorschrift der NSDAP. Mai 1945 Verhaftung durch US-Truppen b. Berchtesgaden; Anklage als Hauptkriegsverbrecher durch den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg; Okt. 1945 vor Prozeßbeginn Selbstmord im Gerichtsgefängnis Nürnberg. MdR: Sept. 1930-Mai 1945 WK 20 (Köln-Aachen) => NSDAP. MdR-Auschüsse Wahrung der Rechte: R6. MdL 1928-1929 Preußen => NSDAP.



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