BIORAB Weimar

Personendaten

Zur Person
Name: Hinrich LOHSE kein Bild online
Geschlecht: m
Geboren: 2.9.1896
in: Mühlenbarbek
Gestorben: 26.2.1964
in: Mühlenbarbek
Religion: ev.
Bildungsstand: Kein Tondokument online
Erlernter Beruf: KAUFAENNISCHER BEAMTER
Vaterberuf: LANDWIRT SELBST

Familienstand
lfd. No. Stand Jahr  
1 verh.  

Ausbildung und politische Karriere

Ausbildungsgang
Abfolge Ausbildung Ort von bis
1 Volksschule 1903 1912
2 Handelsschule Hamburg 1912 1913

Mitglied des Reichstags
von bis Wahlkreis Leg.-Per. Dauer der Leg.-Per.
7/1932 9/1932 22 7/1932 - 11/1932

Mitglied eines Landtags
von bis Landtag Fraktion.
1928 1934 Preußen NSDAP

  • Kein Mitglied des Deutschen Bundestages

  • kein Mitglied eines Landtages nach 1945

  • Kein Mitglied der Volkskammer der DDR

Verbleib nach 1945
von bis Ort Bemerkung
Mai 1945 Verhaftung durch britische Truppen;
Jan. 1948 Verurteilung zu 10 Jahren Haft und Einziehung des Vermögens unter Gewährung eines auf 25 gekürzten Ruhegehalts als Oberpräsident durch die Spruchkammer Bielefeld;
Febr. 1951 vorzeitige Entlassung aus der Haft aus Gesundheitsgründen;
März 1953 Ablehnung des von H.Lohse eingelegten Widerspruchs gegen die Pensionskürzung durch das Oberverwaltungsgericht Lüneburg;
Dez. 1955 Ablehnung durch das Bundesverwaltungsgericht.

Lebenslauf

Werdegang
Geboren 1896 ( 2. 9.) Mühlenbarbek (Krs. Steinburg, Prov. Schleswig-Holstein); gestorben 1964 (26. 2.) Mühlenbarbek; Sohn eines Kleinbauern; ev.; 1903-1912 Volksschule; 1912-1913 Handelsschule in Hamburg; Sept. 1915-Nov. 1916 Militärdienst bzw. Kriegsteilnehmer (Entlassung wegen Verwundung); verh. 1914-1915 kaufmänn. Angestellter bei einer Werft in Hamburg; bis 1918 erneut kaufmännischer Angestellter in der Werftindustrie; nach 1918 Mitglied, April 1920-Mai 1921 (hauptamtl.) Geschäftsführer der (antisemitischen) Schleswig-Holsteinischen Landespartei; 1921-1924 Bankangestellter: Nov. 1922-März 1924 bei der Darmstädter und Nationalbank (Danat) in Hamburg, zuletzt Vorsteher des Effektenbüros; Frühjahr 1923 NSDAP; seit 1924 Vorstandsmitglied im Völkisch-Sozialen Block, Landesverband Schleswig-Holstein; Mai 1924-1930 Stadtverordneter (zunächst Völkisch-Sozialer Block, 1924-Jan. 1925 NF, seit Febr. 1925 NSDAP) in Altona (b. Hamburg); Febr. 1925 nach Wiederzulassung erneut NSDAP; seit Febr. 1925 NSDAP-Ortsgruppenleiter in Altona; Febr. 1925-Mai 1945 Gauleiter des NSDAP-Gaues Schleswig-Holstein; Jan. 1929 Begründer, Jan. 1929-<1932> Hrsg. der NS-"Schleswig-Holsteinischen Tageszeitung" (mehrmals verboten); seit April 1929 kommissarischer Gauleiter des NSDAP-Gaues Hamburg; seit Sept. 1932 Landesinspekteur Nord der NSDAP für Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg, Lübeck und Pommern. März 1933-<1943> Oberpräsident der Provinz Schleswig-Holstein in Kiel; seit 1933 Bevollmächtigter zum Reichsrat für Schleswig-Holstein; Sept. 1933-<1943> preußischer Staatsrat; Präsident des schleswig-holsteinischen Provinzialrats; Jan. 1934 SA-Gruppenführer; Jan. 1937 SA-Obergruppenführer; seit Sept. 1939 Beauftragter des Reichsverteidigungskommissar für den Wehrkreis XI (Gau Schleswig-Holstein); Nov. 1941-1944 Reichskommissar für das Ostland (baltische Staaten und Weißrußland) in Riga; seit Nov. 1942 Reichsverteidigungskommissar für den Gau Schleswig-Holstein; seit 1934 Leiter der Nordischen Gesellschaft; seit 1935 Vorsitzender der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft; März 1937 Ehrenbürger der Stadt Altona. Mai 1945 Verhaftung durch britische Truppen; Jan. 1948 Verurteilung zu 10 Jahren Haft und Einziehung des Vermögens unter Gewährung eines auf 25 gekürzten Ruhegehalts als Oberpräsident durch die Spruchkammer Bielefeld; Febr. 1951 vorzeitige Entlassung aus der Haft aus Gesundheitsgründen; März 1953 Ablehnung des von H.Lohse eingelegten Widerspruchs gegen die Pensionskürzung durch das Oberverwaltungsgericht Lüneburg; Dez. 1955 Ablehnung durch das Bundesverwaltungsgericht. MdR: Juli 1932-Sept. 1932 WK 13 (Schleswig-Holstein) => NSDAP (Mandatsniederlegung); Nov. 1933-Mai 1945 WK 13 (Schleswig-Holstein) => NSDAP. MdL 1928-1934 Preußen => NSDAP.



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