BIOSOP

Personendaten

Zur Person
Name: Wilhelm Pieck kein Bild online
Geschlecht: m
Geboren: 3.1.1876
in: Guben
Gestorben: 7.9.1960
in: Berlin (ehem. Ost)
Religion: ev., später diss.
Bildungsstand: Volksschule Kein Tondokument online
Erlernter Beruf: Tischler, Schreiner
Vaterberuf: Handels, Transportarbeiter

Familienstand
lfd. No. Stand Jahr  
1 verh. 1898  

Ausbildung und politische Karriere

Ausbildungsgang
Abfolge Ausbildung Ort von bis
1 Volksschule Guben 1882 1890
2 Lehre Guben 1890 1894

Ersteintritt in Partei u. Gewerkschaft Teilnahme an Verbandstagen
Jahr Organisation Jahr Verband
1894 Gew 1906 Holzarbeiter
1895 SPD


GewerkschaftskongressteilnahmeTeilnahme an Parteitagen
JahrGewerkschaftJahrMonatParteiOrt
19089SPDNürnberg
19099SPDLeipzig
19129SPDChemnitz

Mitglied des Reichstags
von bis Wahlkreis Leg.-Per. Dauer der Leg.-Per.
5/1928 9/1930 Wahlkreis 2 20 5/1928 - 9/1930
9/1930 7/1932 Wahlkreis 2 21 9/1930 - 7/1932
7/1932 11/1932 Wahlkreis 2 22 7/1932 - 11/1932
11/1932 3/1933 Wahlkreis 2 23 11/1932 - 3/1933

  • Keine erfolglosen Kandidaturen für den Reichstag

Mitglied eines Landtags
von bis Landtag Leg.-Per. Dauer LP
1905 1910 Bremen 13 11/1905 - 11/1908
1905 1910 Bremen 14 11/1908 - 11/1911
1921 1928 Preussen 14 2/1921 - 12/1924
1921 1928 Preussen 15 12/1924 - 5/1928
1932 1933 Preussen 17 4/1932 - 3/1933

  • Kein Mitglied des Deutschen Bundestages

Mitglied eines Landtags nach 1945
von bis Land
1946 1949 Brandenburg

  • Kein Mitglied der Volkskammer der DDR

Während der NS-Diktatur
Emigration
Rückkehr nach Deutschland

Verbleib nach 1945
von bis Ort Bemerkung
Ehrenbürger zahlreicher Städte (u.a. Berlin, Eisleben, Guben, Plauen i. V.
7/1945 4/1946 Vorsitzender des ZK der KPD
4/1946 4/1954 Vorsitzender des zentralen Parteivorstands bzw. seit Juli 1950 des ZK der SED
1946 Mitglied des Zentralsekretariats und seit 1949 des Politbüros des SED-Parteivorstands
12/1947 3/1948 Mitvorsitzender des Ständigen Ausschusses des Deutschen Volkskongresses
1949 Mitglied des Präsidiums des Deutschen Volksrats
10/1949 Deutsche Demokratische Republik bis zu seinem Tode Staatspräsident der DDR, in den letzten Lebensjahren schwer

Lebenslauf

Werdegang
Pieck, Wilhelm (männlich); Geburtsjahr 1876; Geburtsort Guben; Sterbejahr 1960; Sterbeort Berlin (ehem. Ost); ev., später diss.; Beruf des Vaters: Kutscher; erlernter Beruf (Berufsgruppen): Tischler, Schreiner; Berufsgruppe vor Mandatsantritt: Landes-, Bezirkssekretäre; Tischler, Schreiner; Bildungsabschluss: Volksschule; verh. (1898).
Bis 1906 Tischlergeselle. 1895-1896 Vorsitzender der Filiale des Holzarbeiterverbands in Osnabrück; 1899 Vorsitzender eines SP-Bezirks in Bremen, 1900-1910 Vorsitzender der Filiale des Holzarbeiterverbands und 1904-1910 Vorstandsmitglied des Gewerkschaftskartells in Bremen, 1905-1910 Vorsitzender der Presskommission der "Bremer Bürgerzeitung"; Juni 1906-Apr. 1910 Parteisekretär in Bremen; Mai 1910-1915 Zweiter Geschäftsführer des zentralen SP-Bildungsausschusses und Sekretär der zentralen Parteischule in Berlin; 1911-1912 Vorsitzender der SP in (Berlin-) Steglitz; 1916 Spartakusbund, 1918 KPD, 1946 SED; Okt. 1915-Okt. 1917 Kriegsteilnehmer bzw. in Haft; Okt. 1917-Febr. 1918 in der Illegalität; Febr. 1918-Okt. 1918 in Amsterdam, dort Redakteur des sozialistischen Wochenblatts "Der Kampf"; Okt. 1918- Nov. 1918 Mitglied des Vollzugsausschusses der Revolutionären Obleute in Berlin; Nov. 1918-Dez. 1918 Mitglied der Zentrale des Spartakusbundes; Dez. 1918-1933 (Unterbrechung: 1919) Mitglied der Zentrale bzw. des ZK der KPD; März 1920-Apr. 1920 Politischer Berater der Roten Ruhrarmee; Mitte 1920-Febr. 1924 Leiter des Organisationsbüros in der KPD-Zentrale; seit 1922 Mitglied der Exekutive der Internationalen Roten Hilfe, Febr. 1924-Mai 1925 Leiter und Mai 1925-1933 Vorsitzender der Roten Hilfe in Deutschland; Dez. 1925-Nov. 1929 erneut Leiter des Organisationsbüros des ZK der KPD, Febr. 1926-Nov. 1929 zugleich Politischer Sekretär der KPD-Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Lausitz; seit Aug. 1928 Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationalen, Nov. 1930- Mai 1932 Vertreter der KPD beim Exekutivkomitee und seit 1931 Mitglied des Präsidiums und des Politischen Sekretariats der Internationalen; seit Juni 1929 Mitglied des Politbüros der KPD, seit Mai 1932 Kandidat des Sekretariats des ZK der KPD; 1929-1933 Stadtverordneter in Berlin; Nov. 1929-1933 Mitglied des Preußischen Staatsrats; Juli 1932-1933 Vorsitzender der KPD-Landtagsfraktion in Preußen.
In der NS-Zeit Emigration: März/ April 1933 Tschechoslowakei, Mai 1933 Frankreich, 1935 UDSSR, 1936 Frankreich, UDSSR, 1938 Frankreich, 1939 UDSSR; Juli 1945 Rückkehr nach Deutschland.
Juli 1945-Apr. 1946 Vorsitzender des ZK der KPD; Apr. 1946-Apr. 1954 Vorsitzender des zentralen Parteivorstands bzw. seit Juli 1950 des ZK der SED; seit 1946 Mitglied des Zentralsekretariats und seit 1949 des Politbüros des SED-Parteivorstands bzw. des ZK der SED; Dez. 1947-März 1948 Mitvorsitzender des Ständigen Ausschusses des Deutschen Volkskongresses und März 1948-Okt. 1949 Mitglied des Präsidiums des Deutschen Volksrats; Okt. 1949 bis zu seinem Tode Staatspräsident der DDR, in den letzten Lebensjahren schwer erkrankt; Ehrenbürger zahlreicher Städte (u.a. Berlin, Eisleben, Guben, Plauen i. V., Hoyerswerda, Kamenz, Ballenstedt).
MdR: Legislaturperiode 20: Mai 1928-Sept. 1930 Wahlkreis 2 (KPD),
Legislaturperiode 21: Sept. 1930-Juli 1932 Wahlkreis 2 (KPD),
Legislaturperiode 22: Juli 1932-Nov. 1932 Wahlkreis 2 (KPD),
Legislaturperiode 23: Nov. 1932-März 1933 Wahlkreis 2 (KPD)
MdL: Landtag Bremen 1905-1910,
Landtag Preussen, (KPD) 1921-1928,
Landtag Preussen, (KPD) 1932-1933,
Landtag Brandenburg, (SED) 1946-1949



Informationen aus weiteren Datenbanken: