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Personendaten

Zur Person
Name: Johann Hermann Detmold
Geboren: 24.7.1807
in: Hannover (Kgr. Hannover)
Gestorben: 17.3.1856
in: Hannover
Religion: mos., seit 1815 ev.
Geburt: legitim
Familienstand:
Militärdienst:
Name des Vaters:
Vaterberuf:

Ausbildung

Ausbildungsgang
Lfd. Nr. Zeit Ausbildung Ort
1 1825-29 Studium Rechtswissenschaft Heidelberg
2 1825-29 Studium Rechtswissenschaft Göttingen

Frankfurter Nationalversammlung 1848 / 49

Mitglied der FRANKFURTER NATIONALVERSAMMLUNG
Zeitraum: 18. Mai 1848-30. Mai 1849
Wahlkreis: 21. Hannover (Bersenbrück)
gegen die Wahl Friedrich Wilhelms IV. zum Kaiser der Deutschen;

Fraktionen
lfd. Nr. Fraktion Funktion Vorgänger Nachfolger
1 Casino
2 Cafe Milani

Ausschüsse
lfd. Nr. Zeit Ausschuss
1 24. Mai 1848 Ausschuß für den Entwurf der Reichsverfassung
2 11. Apr. 1849 Ausschuß für die Durchführung der Reichsverfassung
3 17. Mai 1849-20. Dez. 1849 Reichsjustizminister
4 3. Juni 1849-20. Dez. 1849 Reichsinnenminister (später auch kommissarischer Reichshandelsminister)

Werdegang und politische Karriere

Berufliche Etappen
1830-Dez. 1849 Advokat in Hannover;
seit den 1830er Jahren Mitarbeiter zahlreicher Zeitungen und Zeitschriften, u. a. der "Augsburger Allgemeinen Zeitung", des "Deutschen Couriers" (Stuttgart), der "Hamburgischen Blätter" und des "Morgenblatts für gebildete Stände" (Stuttgart), 1835-36 Mitherausgeber der "Hannoverschen Kunstblätter";
1836-37 mehrmonatige Reise durch Frankreich;
Mai-Dez. 1849 Reichsjustizminister, Juni-Dez. 1849 Reichsinnenminister (später auch kommissarischer Reichshandelsminister) in Frankfurt am Main;
1850 hannoverscher Bevollmächtigter (Legationsrat) bei der Bundeszentralkommission und der Bundesplenarversammlung, 1850-51 hannoverscher Bundestagsgesandter in Frankfurt am Main;
1851-56 Legationsrat a. D. in Hannover;
Verfasser zahlreicher belletristischer, satirischer und politischer Schriften (u. a. "Thaten und Meinungen des Herren Piepmayer, Abgeordneter zur constituierenden Versammlung zu Frankfurt", Frankfurt am Main 1849).
Politische Entwicklung
Seit 1826 Burschenschaft in Göttingen und Heidelberg;
1839 Aberkennung seines Mandats in der Ständeversammlung wegen seiner oppositionellen Haltung gegenüber dem hannoverschen Staatsstreich von 1837 (u. a. Mitherausgeber des "Hannoverschen Portfolio. Sammlung von Aktenstücken zur Geschichte des Hannoverschen Verfassungskampfes", anonym zusammen mit G. Stüve, 4 Bände, Hannover 1838-1841);
1840 unter Polizeiaufsicht sowie Verbot von Auslandsreisen und allgemeine Reisebeschränkungen wegen des Verdachts politischer Umtriebe;
1841 Strafverfahren wegen Majestätsbeleidigung und öffentlicher Kritik der hannoverschen Regierung (u. a. Beteiligung an einer regierungskritischen Eingabe des Magistrats von Hannover an den Bundestag);
1843 Verurteilung zu sechs Monaten Gefängnis ersatzweise 300 Thalern Geldstrafe durch die Justizkanzlei in Hannover (1843 Urteilsbestätigung durch das Oberappellationsgericht in Celle);
Mai 1848 Handelspolitischer Club in Frankfurt am Main.

Kein MdR
Mitglied eines Landtags
Zeit Parlament Funktion
1838-39 2. Kammer der Allgemeinen Ständeversammlung des Kgr. Hannover oppositionell

Lebenslauf

Detmold, Johann Hermann; Geburtsjahr: 1807; Geburtsort: Hannover (Kgr. Hannover); Sterbejahr: 1856; Sterbeort: Hannover; Vaterberuf: Hofmedicus; Ehestand: verh. (1850); Religion: mos., seit 1815 ev.

Ausbildung
1825-29 Studium Rechtswissenschaft in Göttingen und Heidelberg.

Beruflicher Werdegang:
1830-Dez. 1849 Advokat in Hannover; seit den 1830er Jahren Mitarbeiter zahlreicher Zeitungen und Zeitschriften, u. a. der "Augsburger Allgemeinen Zeitung", des "Deutschen Couriers" (Stuttgart), der "Hamburgischen Blätter" und des "Morgenblatts für gebildete Stände" (Stuttgart), 1835-36 Mitherausgeber der "Hannoverschen Kunstblätter"; 1836-37 mehrmonatige Reise durch Frankreich; Mai-Dez. 1849 Reichsjustizminister, Juni-Dez. 1849 Reichsinnenminister (später auch kommissarischer Reichshandelsminister) in Frankfurt am Main; 1850 hannoverscher Bevollmächtigter (Legationsrat) bei der Bundeszentralkommission und der Bundesplenarversammlung, 1850-51 hannoverscher Bundestagsgesandter in Frankfurt am Main; 1851-56 Legationsrat a. D. in Hannover; Verfasser zahlreicher belletristischer, satirischer und politischer Schriften (u. a. "Thaten und Meinungen des Herren Piepmayer, Abgeordneter zur constituierenden Versammlung zu Frankfurt", Frankfurt am Main 1849).

Politische Entwicklung:
Seit 1826 Burschenschaft in Göttingen und Heidelberg; 1839 Aberkennung seines Mandats in der Ständeversammlung wegen seiner oppositionellen Haltung gegenüber dem hannoverschen Staatsstreich von 1837 (u. a. Mitherausgeber des "Hannoverschen Portfolio. Sammlung von Aktenstücken zur Geschichte des Hannoverschen Verfassungskampfes", anonym zusammen mit G. Stüve, 4 Bände, Hannover 1838-1841), 1840 unter Polizeiaufsicht sowie Verbot von Auslandsreisen und allgemeine Reisebeschränkungen wegen des Verdachts politischer Umtriebe; 1841 Strafverfahren wegen Majestätsbeleidigung und öffentlicher Kritik der hannoverschen Regierung (u. a. Beteiligung an einer regierungskritischen Eingabe des Magistrats von Hannover an den Bundestag), 1843 Verurteilung zu sechs Monaten Gefängnis ersatzweise 300 Thalern Geldstrafe durch die Justizkanzlei in Hannover (1843 Urteilsbestätigung durch das Oberappellationsgericht in Celle); Mai 1848 Handelspolitischer Club in Frankfurt am Main.

MdFN
18. Mai 1848-30. Mai 1849, 21. Hannover (Bersenbrück), -> Casino -> Cafe Milani; gegen die Wahl Friedrich Wilhelms IV. zum Kaiser der Deutschen.
24. Mai 1848 Ausschuß für den Entwurf der Reichsverfassung; 11. Apr. 1849 Ausschuß für die Durchführung der Reichsverfassung; 17. Mai 1849-20. Dez. 1849 Reichsjustizminister; 3. Juni 1849-20. Dez. 1849 Reichsinnenminister (später auch kommissarischer Reichshandelsminister).

MdL
1838-39 2. Kammer der Allgemeinen Ständeversammlung des Kgr. Hannover (oppositionell).

Publikationen:
Verfasser zahlreicher belletristischer, satirischer und politischer Schriften (u. a. "Thaten und Meinungen des Herren Piepmayer, Abgeordneter zur constituierenden Versammlung zu Frankfurt", Frankfurt am Main 1849).

Quellen:
BAF III D 4; ADB, DBI, Erasmus, Kühne, NDB, Niebour. Rothert. Archivalien: StaaA Osnabrück (Lit.), 25. I. 90 H. Dvorak/Wien (BS)



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