FNV

Personendaten

Zur Person
Name: Dr. phil. h.c., Dr. iur. h.c. Jacob Ludwig Carl Grimm
Geboren: 4.1.1785
in: Hanau (Kfsm. Hessen)
Gestorben: 20.9.1863
in: Berlin
Religion: -
Geburt: legitim
Familienstand:
Militärdienst:
Name des Vaters:
Vaterberuf:

Ausbildung

Ausbildungsgang
Lfd. Nr. Zeit Ausbildung Ort
1 1802-05 Studium Rechtswissenschaft Marburg
3 1819 Dr. phil. h.c. Marburg
4 1828 Dr. iur. h.c. Berlin
5 1829 Dr. iur. h.c. Breslau
6 1849 Dr. iur. h.c. Prag

Frankfurter Nationalversammlung 1848 / 49

Mitglied der FRANKFURTER NATIONALVERSAMMLUNG
Zeitraum: 24. Mai 1848-2. Okt. 1848
Wahlkreis: 29. Provinz Rheinland (Essen)
Vorparlament

Fraktionen
lfd. Nr. Fraktion Funktion Vorgänger Nachfolger
1 Casino Carl Schorn
Keine Angaben zu Mitarbeit in Ausschüssen

Werdegang und politische Karriere

Berufliche Etappen
1806 Akzessist beim Sekretariat des Kriegskollegiums (später Truppenverpflegungskommission) in Kassel;
1807-08 (stellungslos) in Kassel;
1808-13 Vorsteher der Privatbibliothek des Königs Jerome von Westfalen auf Schloß Wilhelmshöhe b. Kassel;
1809-13 auch Staatsratsauditor des Kgr. Westfalen in Kassel;
1813-15 Legationssekretär des kurhessischen Gesandten, zunächst im Großen Hauptquartier der alliierten Truppen in Paris, seit 1814 beim Wiener Kongreß;
1814 auch Mitarbeiter der Zeitschrift "Der Rheinische Merkur" (Koblenz) von J. Görres;
1815 Beauftragter Preußens in Paris (Überwachung der Rückgabe von Handschriften);
1813-16 (zusammen mit seinem Bruder Wilhelm) Herausgeber der Zeitschrift "Altdeutsche Wälder" (Kassel/Frankfurt am Main);
1816-29 2. Bibliothekar der kurfürstlichen Bibliothek in Kassel;
1830-37 o. Professor der Deutschen Sprache und Literatur in Göttingen (1833 Hofrat, 1837 Amtsenthebung und Landesverweis);
1830-34 auch 2. Bibliothekar der Universitätsbibliothek (seit 1830 Mitglied des Bibliotheksdirektoriums), 1831-34 Mitglied (zeitweilig Vorsitzender) der staatlichen Prüfungskommission für Schulamtskandidaten in Göttingen;
1834 Studienreise durch Belgien und Frankreich;
1837-41 Privatgelehrter in Kassel;
1838 Reise durch Mitteldeutschland;
1841-63 Privatgelehrter und a.o. Professor an der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin (Empfänger staatlicher Gehaltszahlungen; 1841-48 Vorlesungstätigkeit an der Universität Berlin);
1843 Studienreise durch Italien, 1844 Studienreise durch Skandinavien;
Verfasser zahlreicher sprach- und literaturwissenschaftlicher Werke (u. a. gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm "Kinder- und Hausmärchen", 2 Bände, Berlin 1812-1815; "Deutsche Grammatik", 4 Bände, Göttingen 1819-1837).
Politische Entwicklung
1816-29 Kurhessische Zensurkommission in Kassel;
seit 1824 Gesellschaft der Wissenschaften in Göttingen;
seit 1826 Preußische Akademie der Wissenschaften in Berlin (korrespondierendes, seit 1841 ordentliches Mitglied);
seit 1829 Sozietät der Wissenschaften in Kopenhagen;
seit 1833 Bayerische Akademie der Wissenschaften in München (auswärtiges Mitglied);
1837 Teilnahme am Protest der sieben Göttinger Professoren gegen die Aufhebung der hannoverschen Verfassung, Amtsenthebung und Landesverweis;
seit 1843 Society Philological of London (Honorary Member);
1846 Germanistenversammlung in Frankfurt am Main (Präsident);
1847 Germanistenversammlung in Lübeck (Präsident);
seit 1848 Akademie der Wissenschaften in Wien;
Juni 1849 Gothaer Versammlung;
seit 1855 Gelehrtenausschuß des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg;
seit 1857 American academy of arts and science in Boston (Foreign Member).

Kein MdR
Kein MdL

Lebenslauf

Grimm, Jacob Ludwig Carl; Geburtsjahr: 1785; Geburtsort: Hanau (Kfsm. Hessen); Sterbejahr: 1863; Sterbeort: Berlin; Vaterberuf: Justizamtmann; Ehestand: ledig; Religion: -

Ausbildung
1802-05 Studium Rechtswissenschaft in Marburg; 1805 Studienreise nach Paris (Amanuensis seines Lehrers F. K. Savigny); 1819 Dr. phil. h.c. Marburg; 1828 Dr. iur. h.c. Berlin; 1829 Dr. iur. h.c. Breslau; 1849 Dr. iur. h.c. Prag; ledig.

Beruflicher Werdegang:
1806 Akzessist beim Sekretariat des Kriegskollegiums (später Truppenverpflegungskommission) in Kassel; 1807-08 (stellungslos) in Kassel; 1808-13 Vorsteher der Privatbibliothek des Königs J%/er%
Politische Entwicklung:
1816-29 Kurhessische Zensurkommission in Kassel; seit 1824 Gesellschaft der Wissenschaften in Göttingen; seit 1826 Preußische Akademie der Wissenschaften in Berlin (korrespondierendes, seit 1841 ordentliches Mitglied); seit 1829 Sozietät der Wissenschaften in Kopenhagen; seit 1833 Bayerische Akademie der Wissenschaften in München (auswärtiges Mitglied); 1837 Teilnahme am Protest der sieben Göttinger Professoren gegen die Aufhebung der hannoverschen Verfassung, Amtsenthebung und Landesverweis; seit 1843 Society Philological of London (Honorary Member); 1846 Germanistenversammlung in Frankfurt am Main (Präsident); 1847 Germanistenversammlung in Lübeck (Präsident); seit 1848 Akademie der Wissenschaften in Wien; Juni 1849 Gothaer Versammlung; seit 1855 Gelehrtenausschuß des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg; seit 1857 American academy of arts and science in Boston (Foreign Member).

MdFN
Vorparlament, 24. Mai 1848-2. Okt. 1848, 29. Provinz Rheinland (Essen), -> Casino; Nachfolger Carl Schorn.

Publikationen:
Verfasser zahlreicher sprach- und literaturwissenschaftlicher Werke (u. a. gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm "Kinder- und Hausmärchen", 2 Bände, Berlin 1812-1815; "Deutsche Grammatik", 4 Bände, Göttingen 1819-1837).

Quellen:
BAF III C 13; ADB, DBI, NDB; Archivalien: StaaA Marburg. (1), 8. II. 90



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