FNV

Personendaten

Zur Person
Name: Otto Leonhard Heubner
Geboren: 17.1.1812
in: Plauen (Kgr. Sachsen)
Gestorben: 1.4.1893
in: Blasewitz (Kgr. Sachsen)
Religion: ev.
Geburt: legitim
Familienstand:
Militärdienst:
Name des Vaters:
Vaterberuf:

Ausbildung

Ausbildungsgang
Lfd. Nr. Zeit Ausbildung Ort
1 1829-32 Studium Rechtswissenschaft Leipzig

Frankfurter Nationalversammlung 1848 / 49

Mitglied der FRANKFURTER NATIONALVERSAMMLUNG
Zeitraum: 18. Mai 1848-15. Feb. 1849
Wahlkreis: 17. Kgr. Sachsen (Frauenstein)

Fraktionen
lfd. Nr. Fraktion Funktion Vorgänger Nachfolger
1 Deutscher Hof
2 Märzverein Ernst Ludwig Maukisch
Keine Angaben zu Mitarbeit in Ausschüssen

Werdegang und politische Karriere

Berufliche Etappen
1833-34 Prakikant in der väterlichen Anwaltsexpedition, 1834-43 Advokat in Plauen;
1837-38 auch Vizedirektor, 1838-43 Direktor des Patrimonialgerichts (Justitiar) in Mühltroff;
1843-49 Kreisamtmann in Freiberg;
1849-50 Untersuchungshaft in Dresden und Königstein, 1850-59 Zuchthaushaft in Waldheim;
1859-63 Kommissar, 1863-67 Direktor der Sächsischen Hypotheken-Versicherungsgesellschaft in Dresden;
seit 1867 Advokat in Dresden;
1871-87 besoldeter Stadtrat (Dezernent für das Kirchen- und Schulwesen) in Dresden;
seit 1887 Ruhestand in Blasewitz;
Verfasser politischer und belletristischer Schriften (u. a. "Gedichte von O. Heubner. Zum Besten seiner Familie herausgegeben von seinen Brüdern. Mit der Lebensbeschreibung und dem Portrait des Verfassers", Zwickau 1850).
Politische Entwicklung
Seit 1833 führendes Mitglied der Turnerbewegung in Sachsen: Gründer und Mitglied mehrerer Turnvereine im Vogtland und im übrigen Sachsen (u. a. in Plauen, Mühltroff, Borna und Döbeln, "Turnvater des Vogtlandes");
1848-Apr. 1849 Sächsischer Vaterlandsverein (Apr. 1849 Teilnahme an der Generalversammlung der Sächsischen Vaterlandsvereine in Dresden);
seit Apr. 1849 Blumscher Vaterlandsverein in Leipzig;
Mai 1849 Teilnahme am sächsischen Aufstand: Mitglied der provisorischen sächsischen Regierung;
dann Untersuchungshaft in Dresden und Königstein;
1850 Strafverfahren wegen Hochverrats vor dem Appellationsgericht in Dresden;
Verurteilung zum Tode (später durch landesherrlichen Gnadenerlaß in lebenslange Zuchthausstrafe umgewandelt);
1850-59 Haft im Zuchthaus Waldheim;
1859 Begnadigung;
seit 1871 Sächsische Landessynode;
1869-87 Stadtverordnetenversammlung in Dresden.

Kein MdR
Mitglied eines Landtags
Zeit Parlament Funktion
1849 1. Kammer des Sächsischen Landtags gemäßigte Linke
1868-69 2. Kammer des Sächsischen Landtags DeutscheFortschrittspartei

Lebenslauf

Heubner, Otto Leonhard (Bruder von Ernst Leonard Heubner); Geburtsjahr: 1812; Geburtsort: Plauen (Kgr. Sachsen); Sterbejahr: 1893; Sterbeort: Blasewitz (Kgr. Sachsen); Vaterberuf: Advokat und Gerichtsdirektor; Ehestand: verh. (1842); Religion: ev.

Ausbildung
1829-32 Studium Rechtswissenschaft in Leipzig.

Beruflicher Werdegang:
1833-34 Prakikant in der väterlichen Anwaltsexpedition, 1834-43 Advokat in Plauen; 1837-38 auch Vizedirektor, 1838-43 Direktor des Patrimonialgerichts (Justitiar) in Mühltroff; 1843-49 Kreisamtmann in Freiberg; 1849-50 Untersuchungshaft in Dresden und Königstein, 1850-59 Zuchthaushaft in Waldheim; 1859-63 Kommissar, 1863-67 Direktor der Sächsischen Hypotheken-Versicherungsgesellschaft in Dresden; seit 1867 Advokat in Dresden; 1871-87 besoldeter Stadtrat (Dezernent für das Kirchen- und Schulwesen) in Dresden; seit 1887 Ruhestand in Blasewitz; Verfasser politischer und belletristischer Schriften (u. a. "Gedichte von O. Heubner. Zum Besten seiner Familie herausgegeben von seinen Brüdern. Mit der Lebensbeschreibung und dem Portrait des Verfassers", Zwickau 1850).

Politische Entwicklung:
Seit 1833 führendes Mitglied der Turnerbewegung in Sachsen: Gründer und Mitglied mehrerer Turnvereine im Vogtland und im übrigen Sachsen (u. a. in Plauen, Mühltroff, Borna und Döbeln; "Turnvater des Vogtlandes"); 1848-Apr. 1849 Sächsischer Vaterlandsverein (Apr. 1849 Teilnahme an der Generalversammlung der Sächsischen Vaterlandsvereine in Dresden); seit Apr. 1849 Blumscher Vaterlandsverein in Leipzig; Mai 1849 Teilnahme am sächsischen Aufstand: Mitglied der provisorischen sächsischen Regierung, dann Untersuchungshaft in Dresden und Königstein, 1850 Strafverfahren wegen Hochverrats vor dem Appellationsgericht in Dresden, Verurteilung zum Tode (später durch landesherrlichen Gnadenerlaß in lebenslange Zuchthausstrafe umgewandelt), 1850-59 Haft im Zuchthaus Waldheim, 1859 Begnadigung; seit 1871 Sächsische Landessynode; 1869-87 Stadtverordnetenversammlung in Dresden.

MdFN
18. Mai 1848-15. Feb. 1849, 17. Kgr. Sachsen (Frauenstein), -> Deutscher Hof -> Märzverein; Nachfolger Ernst Ludwig Maukisch.

MdL
1849 1. Kammer des Sächsischen Landtags (gemäßigte Linke); 1868-69 2. Kammer des Sächsischen Landtags (Deutsche Fortschrittspartei).

Publikationen:
Verfasser politischer und belletristischer Schriften (u. a. "Gedichte von O. Heubner. Zum Besten seiner Familie herausgegeben von seinen Brüdern. Mit der Lebensbeschreibung und dem Portrait des Verfassers", Zwickau 1850).

Quellen:
BAF III C 33; ADB, Niebour; Archivalien: StA Mühltroff. (1-2), 29. I. 90



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